40 bis 50 weitere Plätze für Asylsuchende nötig

Seit Anfang Oktober verfügt der Kanton über ein drittes Durchgangszentrum. Nun zeigt sich bereits: Es braucht noch mehr Plätze für Asylsuchende.

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Die Unterkunft in der Tiefenrüti dürfte bald ausgelastet sein. (Bild: Harry Ziegler/Neue SZ)

Die Unterkunft in der Tiefenrüti dürfte bald ausgelastet sein. (Bild: Harry Ziegler/Neue SZ)

Seit Anfang Oktober verfügt der Kanton Schwyz im Gebiet Tiefenrüti in Küssnacht über ein Durchgangszentrum, das 20 Asylsuchenden Platz bietet. Dies als Ergänzung zu den beiden bestehenden Zentren Grünenwald in Ried-Muotathal und Degenbalm in Morschach, in denen zusammen 135 Personen untergebracht werden können. «Wir haben in Küssnacht noch nicht alle Plätze besetzt», erklärt David Keller, Leiter des kantonalen Amtes für Migration, auf Anfrage. «Doch es dürfte nicht mehr ewig dauern, bis dieses Durchgangszentrum ebenfalls ausgelastet ist.»

Noch sei man nicht unmittelbar angewiesen, innerhalb weniger Wochen neue Plätze in Durchgangszentren anbieten zu können, erklärt David Keller. «Doch mittelfristig werden wir nicht darum herumkommen, weitere Plätze zu schaffen.» Noch sei aber unklar, in welchem Zeitrahmen dies geschehen müsse. «Ein konkreter Bedarf kann sich allenfalls erst im nächsten Frühling zeigen, eventuell aber auch schon früher», sagt David Keller. «Aktuell gehen wir davon aus, dass 40 bis 50 zusätzliche Plätze notwendig sein werden. Wir suchen deshalb weiterhin nach geeigneten Möglichkeiten für die Erstellung eines weiteren Durchgangszentrums.»

Dass es nicht einfach ist, im Kanton Schwyz ein geeignetes Gebäude dafür zu finden, hat sich dieses Jahr bereits eindrücklich gezeigt. Bevor die Lösung im Küssnachter Tiefenrüti gefunden wurde, suchte der Kanton sogar mit Zeitungsinseraten nach geeigneten Räumlichkeiten.

Andreas Oppliger

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