50-Meter-Silo nimmt erste Hürde

Der Schwyzer Energieversorger Agro Energie AG will in der Gemeinde Schwyz einen Fernwärmespeicher bauen. Der Gemeinderat schickt das Projekt in die Vorprüfung. Das letzte Wort hat das Volk.

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Auf der Visualisierung der Agro Energie Schwyz AG kaum zu erkennen: der 50 Meter hohe Turm. (Bild: PD)

Auf der Visualisierung der Agro Energie Schwyz AG kaum zu erkennen: der 50 Meter hohe Turm. (Bild: PD)

Auf der Visualisierung der Agro Energie Schwyz AG kaum zu erkennen: der 50 Meter hohe Turm. (Bild: PD)

Auf der Visualisierung der Agro Energie Schwyz AG kaum zu erkennen: der 50 Meter hohe Turm. (Bild: PD)

Die Agro Energie Schwyz AG will am Standort Wintersried einen rund 50 Meter hohen Siloturm bauen. Geplant ist ein Turm zur Erweiterung der Fernheizanlage mit einem Speichervolumen von gegen 30‘000 Kubikmeter Warmwasser. Er wird etwa 25 Meter breit. Zum Vergleich: Der Kirchturm von Schwyz ist 65 Meter hoch. Die höchsten Gebäude im Wintersried sind rund 13 Meter hoch. Der Siloturm wird südlich der heutigen Gasspeicherkuppeln beim Areal der Fernheizanlage der Agro Energie AG gebaut.

Änderung des Zonenplans

Das dazugehörige Baureglement lässt in dieser Zone nur Bauten bis zu einer Höhe von 20 Metern zu. Darum ist eine Änderung von Zonenplan und Baureglement der Gemeinde notwendig. Der Gemeinderat hat am Donnerstagmittag die Direktbetroffenen informiert und entschieden, dass die kantonale Vorprüfung eingeleitet werden kann. «Gegenüber dem energiepolitisch sinnvollen und zukunftsgerichteten Projekt scheinen aus heutigem Wissensstand keine unüberwindbaren Hindernisse entgegen zu stehen», teilt der Gemeinderat mit.

Damit ist das eigentliche Verfahren eröffnet. Das letzte Wort haben die Stimmbürger an einer Abstimmung. Wann das sein wird, hängt vom Eingang und der Behandlungsdauer allfälliger Einsprachen ab.

Mit dem neuen Siloturm könnte die bestehende Wärmeerzeugung effizienter genutzt werden, denn die Nachfrage nach Strom hält im Kanton Schwyz ununterbrochen an. Nach dem Bau einer Biogasanlage, einer Wärmezentrale und eines Holzschnitzellagers ist die Fernwärmeanlage eigentlich erst seit knapp drei Jahren in Betrieb. In der Zwischenzeit sind bereits rund 28 Kilometer Leitungen innerhalb der Gemeinde Schwyz und nach Brunnen verlegt. Die Stromproduktion der Biogasanlage deckt den Bedarf für mehr als 800 Haushaltungen und die Wärmelieferung ist auf 23 Mio kWh pro Jahr angewachsen, was dem Bedarf von 2‘300 Haushaltungen entspricht.

rem/-s