7 Bundesräte und ein Ex gaben sich die Ehre

Der Goldauer Fasnachtsumzug zeigte sich am Samstag patriotisch: Würdig wurde das 720-jährige Bestehen der Schweiz gefeiert.

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Bundesrat Didier Burkhalter besuchte den Goldauer Umzug. (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)

Bundesrat Didier Burkhalter besuchte den Goldauer Umzug. (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)

720 Jahre zählt die Schweizer Eidgenossenschaft. Für das Organisationskomitee der Goldauer Fasnacht ist dies ein Grund zum Feiern. Unter dem Motto «Idée Suisse – Carnevale Helvetico» blieb man dem Vaterland treu und widmete den gestrigen grossen Fasnachtsumzug dem typisch Schweizerischen. Schon vor Umzugsbeginn haben die Mitglieder der Trachtenvereinigung Arth-Goldau mit ihren Tänzen den Besuchern das schweizerische Brauchtum nähergebracht. Und einzelne Mundartsänger bemühten sich, diese auf den Strassen zum Mitsingen zu animieren.

Da dieser runde Geburtstag der Schweiz wohl nirgendwo anders gefeiert wird, war sogar hoher Besuch aus Bern an der Goldauer Fasnacht zugegen. Begleitet von Sandro Forni, Präsident des Goldauer Fasnachtskomitees, fuhren die sieben Bundesräte samt altem Postauto durch die Menge und liessen es sich auch nicht entgehen, den Zuschauern persönlich die Hand zu reichen. Zwar kein Bundesrat mehr – aber dennoch mit dabei – war auch Christoph Blocher.

"Wildheuer vom Bigstei". (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
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Am Fasnachtssamstag feiert Goldau seinen Hauptfasnachtstag, an welchem immer der grosse Umzug stattfindet. (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
Ein Zuschauer wird von einer Konfettipistole getroffen. (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
"Rossberg Hexen". (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
"Bundesräte auf Besuch". (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
"Argos - keltische Krieger". (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
"Trenddancers aus Goldau". (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
"Rossberg Hexen". (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
"Rossberg Hexen" verteilen Konfettiregen. (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
"Pfadi Arth Goldau". (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
"Ohregröbler" aus Rotkreuz (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
Bild: Laura Vercellone/Neue SZ
"Trenddancers aus Goldau". (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
"Wildheuer vom Bigstei". (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
Bild: Laura Vercellone/Neue SZ
Bild: Laura Vercellone/Neue SZ
Motto der diesjährigen Fasnacht: Idee suisse. (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
Tellsymphoniker aus Bürglen. (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
Wildheuer vom Bigstei (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
"Tellsymphoniker" aus Bürglen (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
Tellsymphoniker" aus Bürglen (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
Wildheuer vom Bigstei (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
Wildheuer vom Bigstei (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
"Bundesräte auf Besuch" (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
"Bundesräte auf Besuch", präsentiert von Sandro Forni (links), Präsident Goldauer Fasnachtskomitee. (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)
Goldautia. (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)

"Wildheuer vom Bigstei". (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)

Von Kühen bis Bernhardiner

Rund 30 Umzugsnummern zogen durch die Parkstrasse. Von den traditionellen Beteiligten wie den Rigi-Tüfeln oder den Rossbärg-Häxä, gab es so einiges typisch Schweizerisches zu sehen. So bastelten zwei Schulklassen aus Arth und Goldau aus Einkaufswagen lustig bemalte Kühe von gross bis klein. Mitten im Umzug schlichen auch zwei Bernhardiner um die Ecken, und auch Ziegen machten ihre Aufwartung. Die Wildheuer vom Bigstei wiederum zeigten sich traditionell: Natürlich ohne Traktor, so wie einst auch Nationalheld Wilhelm Tell noch gearbeitet hatte.

Immer wieder gab es für die Zuschauer einen Happen zum Essen und nicht wenige nahmen deshalb extra leere Einkaufstaschen von zu Hause mit. Verwöhnt wurden aber alle, ob nun mit oder ohne Tasche. So gab es unter anderem aus der mobilen Schaukäserei aus Walchwil mit Bergkäse-Häppchen. Süsses wurde natürlich auch verteilt, zum Beispiel aus den Taschen der Kinder der 3. Primarklasse von Arth, die als Lindor-Kugeln verkleidet waren.

Mobiles WC für alle Fälle

Die Pfadi Arth-Goldau verschrieb sich hingegen dem Obst und verteilte gesunden Apfelsaft. Da dieser in rauen Mengen bekanntlich auch abführend wirken kann, hatten die Mitwirkenden gleich ein mobiles WC-Häuschen mitgebracht. Dessen Benutzung vor der ganzen Zuschauerschar geschah wohl nicht immer ganz freiwillig.
Seinen Abschluss fand der diesjährige Fasnachtsumzug in Goldau schliesslich nach doch eher kalten zwei Stunden.

Irene Infanger / Neue SZ