ABGANG: Alois Christen: «Ich denke, man überlebt es»

Am 30. Juni gibt Alois Christen sein Amt als Regierungsrat auf. Der 60-Jährige über Freud und Leid der letzten acht Jahre.

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Alois Christen aus Küssnacht tritt nach acht Jahren als Regierungsrat zurück. (Bild Andrea Schelbert/Neue SZ)

Alois Christen aus Küssnacht tritt nach acht Jahren als Regierungsrat zurück. (Bild Andrea Schelbert/Neue SZ)

Ab 1. Juli ist die Agenda von Alois Christen beinahe leer. Er, der sich nie mit dem Computer anfreunden konnte, hat alle seine Termine von Hand in einer kleinen Agenda notiert. Christen wird am 30. Juni sein Amt an den Parteikollegen Peter Reuteler übergeben. «Jetzt wird es dann schon ruhiger», sagt er und legt seine Agenda wieder in seine Jackentasche zurück.

Man hat nicht das Gefühl, dass es den Küssnachter stört, ab 1. Juli nicht mehr in der Regierung zu sein. Schliesslich war es sein persönlicher Entscheid, bei den diesjährigen Wahlen im März nicht mehr anzutreten. «Es reicht», sagt der Landammann denn auch klar. «Der Druck und die Verantwortung, ich bin froh, dass ich diese Last abgeben kann», gesteht er. Und im gleichen Atemzug betont er, dass er nicht jammern wolle. Er habe viel profitieren können und «es war ein Riesenerlebnis».

Die Geschichte mit Calmy-Rey
Alois Christen gilt als volksnaher Regierungsrat. Einer, der bei Anlässen wie Schwingfesten oder Schiessen seine Verbundenheit zum Volk gezeigt hat. Ein Mann der Traditionen. Und jemand, der kein Blatt vor den Mund genommen hat. Seine lockere Zunge hat ihn einige Male in Schwierigkeiten gebracht. Etwa, als er einem Journalisten sagte, dass man Bundesrätin Calmy-Rey im Muotatal ins Hölloch sperren würde. Diese Aussage wurde danach in den Medien ausgiebig thematisiert. «Ich war immer sehr offen, auch den Medien gegenüber. Das hatte eben Vor- und Nachteile», sagt er dazu. Er sei halt ab und zu in ein Fettnäpfchen getreten. «Es war aber nie tragisch.» Und letztlich hätte die ganze Geschichte mit Calmy-Rey und ihrem Besuch in Muotathal ja positiv geendet.

Andrea Schelbert

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Schwyzer Zeitung.