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Abstecher auf die Kurzdistanz

Die 43-jährige Nicole Lütolf nimmt Anfang Mai zum vierten Mal am Luzerner Stadtlauf teil. Die dreifache Mutter aus Ennetmoos siegte im Vorjahr bei den Frauen 40 im Altstadt-Classic-Rennen über 3,85 Kilometer.
Stefanie Barmet
Die 43-jährige Nicole Lütolf beim Training auf der Kehrsitenstrasse am Ufer des Vierwaldstättersees in Stansstad.

Die 43-jährige Nicole Lütolf beim Training auf der Kehrsitenstrasse am Ufer des Vierwaldstättersees in Stansstad.

«Der Luzerner Stadtlauf ist einer der ersten Läufe im Jahr. Die Atmosphäre, aber auch die Strecke ist cool, doch für meine Verhältnisse – ich absolviere normalerwei­se Strecken von 10 km bis hin zum Halbmarathon – allerdings extrem kurz. Im Alltag ziehe ich keine Laufschuhe an, um nur 15 Minuten zu rennen», sagt Nicole Lütolf mit einem Lachen im Gesicht. So gesehen sei der Kategoriensieg im Vorjahr einer Überraschung gleichgekommen.

Weil mehrere Kategorien die Distanz von 3,85 km gemeinsam unter die Füsse nehmen, hatte die Nidwaldnerin während des Rennens keine Übersicht über die Platzierung. Dementsprechend überrascht war sie, als sie nach dem Rennen als Siegerin ausgerufen wurde. «Klar studiere ich vor den Läufen die Startliste. Die meisten meiner Gegnerinnen kenne ich von vergangenen Läufen. Ich wusste aber, dass ich mich nicht in Bestform befinde, deshalb habe ich mich extrem über diesen Sieg gefreut.» Allzu gern würde die 43-jährige Nidwaldnerin auch in diesem Jahr wieder ganz vorne mitlaufen.

Vorbereitung stand unter keinem guten Stern

«An regionalen Läufen möchte ich immer einen Podestplatz erreichen, doch der Rang richtet sich immer nach der Konkurrenz. In diesem Jahr kommt ein neuer, jüngerer Jahrgang bei meiner Kategorie hinzu. Somit treffe ich auch auf Gegnerinnen, die ich nicht kenne.» Die Vorbereitung auf den diesjährigen Stadtlauf stand unter keinem guten Stern. «Aufgrund einer Entzündung im Fuss konnte ich seit einem Monat die Laufschuhe nicht mehr schnüren und war stattdessen viel mit dem Rad unterwegs. Zudem war ich ein regelmässiger Gast in der Physiotherapie.»

Während der Laufsport früher eher als Ausgleich zu anderen Sportarten diente, steht er seit rund drei Jahren im Fokus. «Ich habe schon immer viel Sport betrieben, bin als Kind Skirennen gefahren, später habe ich Badminton und Volleyball gespielt und Fitnessunterricht gegeben. Da bin ich nur alternativ gelaufen. Heute ist es genau umgekehrt: Das Laufen hat oberste Priorität, und alle anderen Sportarten betreibe ich alternativ. Dazu gehören auch Langlauf und Radsport. Hauptsache, ich bin in der Natur.»

Nicole Lütolf arbeitet in einer 40-Prozent-Anstellung in einer Schwimmschule und betreut daneben ihre drei Kinder im Alter von 6, 8 und 11 Jahren. «Das Laufen ist eine Sportart, die sich sehr gut mit Kindern kombinieren lässt. Man kann rausgehen, loslaufen und bei Bedarf auch einen Kinderwagen mitnehmen. Beim Joggen in der Natur kann ich abschalten und den Kopf durchlüften. Ich laufe zwei- bis dreimal in der Woche, meist alleine, ab und zu aber auch mit einer Kollegin.» Auch die drei Kinder laufen gerne. Kürzlich bestritten alle den Nidwaldnerlauf in Stans.

In Luzern steht nur Nicole Lütolf an der Startlinie. Ziel sei es, nicht langsamer zu werden. «Den Marathon habe ich abgeschrieben, meine Bestzeit im Halbmarathon, die bei 1:28:14 Stunden steht, möchte ich jedoch weiter verbessern. Fussschmerzen hin oder her, der Start am Stadtlauf ist ein Muss. Ich werde mir den Lauf nicht entgehen lassen. Denn die Glücksgefühle, wenn ich nach einem guten Lauf ins Ziel einlaufe, sind einfach unbeschreiblich.»

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