ABSTIMMUNG: Widerstand gegen die Goldinitiative

Im Kanton Schwyz hat sich ein Komitee gegen die Goldinitiative gebildet. Der parteiübergreifende Zusammenschluss fürchtet um die Handlungsfähigkeit der Nationalbank.

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Hände weg vom Gold der Nationalbank? Die Goldinitiative will keine weiteren Goldverkäufe. (Bild: Keystone)

Hände weg vom Gold der Nationalbank? Die Goldinitiative will keine weiteren Goldverkäufe. (Bild: Keystone)

Die Gold­initiative verlangt, dass die Nationalbank 20 Prozent ihrer Aktiven in Gold hält. Das soll den Franken stärken. Das Gegenteil wäre der Fall, sagen die Gegner.

Würde die Goldinitiative am 30. November angenommen, wäre der Handlungsspielraum der Nationalbank auf Grund starrer Regeln massiv eingeschränkt, hält das Komitee der Schwyzer Initiativgegner in einer Mitteilung vom Donnerstag fest.

Als gewichtiges Beispiel wird genannt, dass sich Exponenten jeglicher politischer Couleur im Kanton Schwyz formiert hat, die Rolle der Nationalbank während der Währungskrise. Nur dank dem Verkauf von Gold habe die Schweiz diese ohne grossen Schaden überstanden, heisst es weiter.

«Wirtschaftlicher Erfolg gefährdet» 

Der Zwang, dass die Nationalbank Gold horten müsste, vergrössere die Unsicherheit für die Schweizer Exportfirmen und den Tourismus, schade dem wirtschaftlichen Erfolg der Schweiz und gefährde letztlich die Arbeitsplätze, welche die Nationalbank mit ihrem flexiblen Handeln schützen könne.

Mit der Initiative würde die Schweizer Nationalbank auch ihre Unabhängigkeit verlieren und durch den hohen Gold-Anteil auch ein Klumpenrisiko eingehen, befürchten die Initiativ-Gegner. Bei einer Annahme müsse eine exorbitante Menge Gold eingekauft werden, dessen hoher Kurswert nicht garantiert werden könne.

pd/uus

Das Schwyzer Nein-Komitee

pd. In diesen Tagen hat sich ein prominentes Schwyzer Nein-Komitee gebildet, das ab dieser Woche öffentlich gegen den «gefährlichen Angriff auf die Schweizer Nationalbank und ihre Unabhängigkeit» wehrt, wie es in der MItteilung vom Donnerstag heisst. Im Co-Präsidium sind Ständerat  Alex Kuprecht, SVP, Pfäffikon; Nationalrat Alois Gmür, CVP, Einsiedeln; Nationalrätin Petra Gössi, FDP, Küssnacht; Nationalrat Andy Tschümperlin, SP, Rickenbach; Regierungsrat Kaspar Michel, FDP, Rickenbach, Finanzdirektor; Ruedi Reichmuth, Schwyz, Präsident Handels- und Industrieverein und Karl Fisch, Gross, Präsident Schwyzer Gewerbeverband.