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Absturz des Armee-Helikopters auf dem Gotthard: Piloten handelten vorschriftsgemäss

Beim Helikopter-Absturz vom 28. September auf dem Gotthard sind zwei Piloten ums Leben gekommen. Gemäss Schlussbericht des militärischen Untersuchungsrichters kann der Crew kein strafrechtlich relevantes Verhalten vorgeworfen werden.
Roger Rüegger
Unglück am 28. September 2016 auf dem Gotthard: Der Armee-Helikopter geht in Flammen auf. (Bild: Chris van den Heijkant / Keystone)
Die beiden Piloten kommen ums Leben. (Bild: Chris van den Heijkant / Keystone)
Feuerwehrleute löschen die brennenden Trümmer des Helikopters. (Bild: Keystone)
Ein Armee-Fotograf schiesst Fotos von einem Helikopterteil. (Bild: Keystone)
Die Trümmer an der Absturzstelle. (Bild: Keystone)
Armeechef André Blattmann (Mitte, in blau) trifft an der Absturzstelle ein. (Bild: Keystone)
Einsatzkräfte der Polizei und der Armee besprechen die Lage vor Ort. (Bild: Urs Hanhart)
Am Boden liegt die abgedeckte Leiche eines Piloten. (Bild: Keystone)
Armeechef André Blattmann (Mitte in blau) und Bundesrat Guy Parmelin (rechts) an der Absturzstelle. (Bild: Keystone)
Armeechef André Blattmann spricht zu den Medien. (Bild: Keystone)
Bundesrat Guy Parmelin (Mitte) trifft am Unglücksort ein. (Bild: Keystone)
Stromkabel wurden durchtrennt. (Bild: Keystone)
Polizisten und Forensiker stehen in der Nähe der Absturzstelle. (Bild: Keystone)
Die Trümmer des Super Pumas. (Bild: Keystone)
Die Trümmerteile des Super Pumas. (Bild: Keystone)
Rettungskräfte bei den Trümmern des verunglückten Militärhelikopters bei der Armeefestung Sasso da Pigna auf dem Gemeindegebiet Airolos. (Bild: Keystone)
Korpskommandant Aldo C. Schellenberg, Kommandant Luftwaffe, zweiter von links, spricht an der Seite von Pierre de Goumoens, ZSO Kommandant Luftwaffe, Jürg Nussbaum, Chef Kommunikation Luftwaffe, und Lukas Rechsteiner, Chef Fluglehrer Puma/Cougar, von links, in einer Medienkonferenz zum Militärhelikopterabsturz beim Gotthard-Hospiz. (Bild: Keystone)
Am Tag danach: In weisse Schutzanzüge gehüllte Spezialisten von der Aircraft Recovery marschierten am Donnerstag in Formation durch die hochalpine Wiese unweit des Gotthard-Passes. Ihr Auftrag: Jedes noch so kleine Wrackteil des verunglückten Helikopters ausfindig zu machen, um es anschliessend auf einen LKW zu verladen. (Bild: Keystone / Samuel Golaj)
Mit Spezialgeräten werden die Wrackteile... (Bild: Keystone / Samuel Golaj)
... auf einen Lastwagen geladen. (Bild: Keystone / Samuel Golaj)
20 Bilder

Zwei Tote bei Absturz von Armeeheli auf dem Gotthard

Ein Helikopter vom Typ Eurocopter «Cougar» startete am Morgen des
28. September 2016 in Stans Richtung Gotthardpass. An Bord befanden sich neben der dreiköpfigen Crew ein vierköpfiges französisches Inspektionsteam sowie vier Angehörige der Schweizer Armee. Ziel des Flugs war das Gotthard-Hospiz.

Rund 45 Minuten nach dem Start stürzte die Maschine auf dem Gotthard ab. Wie die Militärjustiz am Donnerstagmorgen mitteilte, kann der Crew beim Absturz kein strafrechtlich relevantes Verhalten vorgeworfen werden.

Landung in kabelverseuchtem Gebiet

Mit aufwendigen technischen, fliegerischen, medizinischen und weiteren forensischen Untersuchungen hat der Unfallflug laut des Berichts weitgehend rekonstruiert werden können. «Obwohl der Helikopter in einem Gebiet landete und startete, das von zahlreichen Freileitungen durchzogen wird, kommt der Untersuchungsbericht zum Schluss, dass der Absturz des Helikopters keinem der Piloten und auch nicht dem Loadmaster vorgeworfen werden könne», heisst es in der Mitteilung.

Die Crew habe im Spielraum agiert, den die geltenden Vorschriften den Piloten bezüglich Landungen in kabelverseuchtem Gebiet offenlasse. Ebenso liege kein Hinweis vor, dass die Flug- und Landevorbereitung nicht standardmässig und vorschriftsgemäss durchgeführt worden seien.

Wenige Sekunden nach dem Start abgestürzt

Gemäss dem Bericht haben die Passagiere den Helikopter bei drehendem Rotor verlassen. Die Piloten seien während der Landung auf ihren Sitzen geblieben. Rund acht Sekunden nach dem Start berührten die Rotorblätter des Hauptrotors eine Freileitung. Diese sei auf keinen der zur Verfügung stehenden Flughinderniskarten eingezeichnet gewesen. Es sei davon auszugehen, dass sie vorgängig von keinem Crewmitglied bemerkt wurde, heisst es weiter. Die Rotorblätter wurden beschädigt, weshalb der Helikopter Flug- und Steuerungsunfähigkeit wurde und eine Notlandung unmöglich gewesen sei. Die Maschine stürzte ab. Der Loadmaster habe verletzt aus dem Wrack geborgen werden können. Die beiden Piloten kamen ums Leben.

Gestützt auf die Ergebnisse der Untersuchung hält der Untersuchungsrichter fest, dass kein strafrechtlich relevantes Verhalten der Piloten vorliegt. Auch in Bezug auf den Loadmaster ist keine Strafbarkeit ersichtlich. Es bestehe kein Hinweis auf ein sorgfaltswidriges Verhalten, welches unfallkausal gewesen wäre.

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