ABZOCKER: Wucherpreise fürs Schleifen von Sägeblättern

Abzockern, die für das Schleifen von Schneidewerk­zeugen völlig überrissene Preise einfordern, gehen im Kanton Schwyz um. Von einem 80-jährigen Mann wurde kürzlich ein Wucherpreis verlangt.

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(Symbolbild Keystone)

(Symbolbild Keystone)

Die Kantonspolizei Schwyz warnt vor Abzockern, die für das Schleifen von Schneidewerkzeugen völlig überrissene Preise einfordern. In einem Fall wurde kürzlich im Kanton einem 80-jährigen Mann für das Schärfen von einigen Kettensägen- und Fräs-Blättern fast 1500 Franken verlangt.

Verboten sind solche Dienstleistungen nicht, jedoch handelt es sich laut Kantonspolizei um Wucher, wenn ein offenbares Missverhältnis zwischen der Leistung und der Gegenleistung sowie die Unerfahrenheit des Opfers ausgenützt wird.

Vier Tipps, um nicht betrogen zu werden
Die Kantonspolizei Schwyz schliesst nicht aus, dass sich  solche Begebenheiten in den kommenden Tagen und Wochen häufen. Sie bittet die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit und empfiehlt die folgenden Vorsichtsmaßnahmen:

? Sich nie unter Druck setzen lassen, Offerten in Ruhe prüfen und eine Bedenkzeit verlangen. Allenfalls Konkurrenzofferten einholen.

? Keine Vorauszahlungen oder Nachzahlungen leisten.

? Lassen Sie sich zuerst die Ausweiskarte für Reisende (Wandergewerbeausweis) geben. Jeder Handelsreisende, auch Jugendliche, muss einen solchen persönlichen Ausweis haben.

? Bei verdächtigen Wahrnehmungen umgehend die Polizei informieren, allenfalls auch via Notruf 117.

Durch die Beachtung dieser Tipps ist man vor anschliessenden, unliebsamen Diskussionen oder weitergehenden Auseinandersetzungen mit den Schleif-Betrügern, welche ihre Dienste anbieten und danach unrealistisch hohe Preise verlangen, gefeit.

ana