Acht junge Kiebitze im Nuoler Ried

In diesem Frühling brüteten im Nuoler Ried so viele Kiebitz-Paare wie seit Jahren nicht mehr. Dank Landwirten und dem Kanton Schwyz konnten acht junge Kiebitze flügge werden.

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Der Kiebitz ist vor allem für sein attraktives grünmetallisch glänzendes Federkleid mit aufgebogenem Federschopf am Hinterkopf bekannt. (Bild: Archiv Neue LZ)

Der Kiebitz ist vor allem für sein attraktives grünmetallisch glänzendes Federkleid mit aufgebogenem Federschopf am Hinterkopf bekannt. (Bild: Archiv Neue LZ)

Gleich drei von sechs bis acht Brutpaaren wählten im Nuoler Ried einen umgepflügten, aber noch brachliegenden Acker als Brutstätte. Da sei aussergewöhnlich, schreibt das Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons Schwyz. Die Landwirte verzichteten freiwillig auf die Bebauung ihrer Äcker. Dank Landwirten, dem Kanton, dem Verein Pro Buechberg und der Genossame Wangen als Grundeigentümerin konnten dieses Jahr insgesamt acht Jungtiere flügge werden.

Seit den 1980er Jahren ist die Anzahl der Kiebitze in der Schweiz, wie auch in ganz Europa rückläufig. Dies hat verschiedene Gründe. Zum Einen wurde die Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten immer stärker intensiviert. Dadurch verschwanden nach und nach viele der geeigneten Brutgebiete für Kiebitze. Zum Andern stellt die zunehmende Verwaldung geeigneter Brutflächen ein grosses Problem dar. Bäume und Gebüsche im potentiellen
Brutgebiet veranlassen den Kiebitz, an idealere Orte auszuweichen, falls solche überhaupt vorhanden sind. Ein zunehmendes Problem sind auch die steigenden Erholungsbedürfnisse der Menschen. Immer mehr Freizeitsportler, Spaziergänger, Hundebesitzer usw. suchen in der Natur Erholung, was dem störungsempfindlichen Kiebitz arg zusetzt. Der Bestand ist so drastisch gesunken, dass der Kiebitz auf der Roten Liste der gefährdeten Arten als stark gefährdet aufgeführt ist.

Aus diesem Grund gewinnen Schutzgebiete wie das Nuoler Ried immer mehr an Bedeutung. In solchen Gebieten können Massnahmen wie z.B. Besucherlenkung und jährliche Entbuschungsaktionen ergriffen werden, welche dem Kiebitz zugute kommen. Im Nuoler Ried wird dies bereits seit Jahren umgesetzt.

pd/rem