Aeskulap-Klinik kämpft um Beiträge

Der Aeskulap-Klinik in Brunnen geht das Geld aus. Weil sie medizinische Leistungen den Kantonen und Kassen nicht in Rechnung stellen kann, bleibt sie auf ausstehenden Forderungen in Höhe von über einer Million Franken sitzen.

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Der Aeskulap-Klinik in Brunnen geht das Geld aus. (Bild: Archiv/Neue SZ)

Der Aeskulap-Klinik in Brunnen geht das Geld aus. (Bild: Archiv/Neue SZ)

Die Gründe für den finanziellen Notstand der Aeskulap-Klinik in Brunnen sind laut einem Bericht der Zeitschrift «Beobachter» bei den im Januar eingeführten Fallpauschalen zu suchen. Pro Fall wird neu nur noch ein vorgegebener Betrag verrechnet. Die Höhe dieses Betrages beruht auf Durchschnittskosten vergangener Jahre. Komplementärmedizinische Behandlungen – auf welche sich die Aeskulap-Klinik spezialisiert hat –  sind damals aber kaum erfasst worden und können deshalb nicht eingestuft werden.

Kantone beharren auf Pauschalen

Laut «Beobachter» hatte die Klinik mit den Krankenkassen ausgehandelt, dass sie weiter Tagespauschalen verrechnet, bis ihre Leistungen für Fallpauschalen angemessen erfasst sind. Der Kanton Schwyz unterstütze diese Lösung zwar, die anderen Kantone beharren aber auf Pauschalabrechnungen und die Klinik kann deshalb gar nichts verrechnen.

Problem erkannt

Eine Fachgruppe der Konferenz der Gesundheitsdirektoren will sich nun des Problems annehmen. Im Zentrum des Diskussion wird die Frage stehen, ob bei komplementärmedizinischen Leistungen befristete Tagespauschalen oder andere Finanzierungsmodelle zum Einsatz kommen sollen.

bep