Alpenpässe unterschiedlich mit Schnee bedeckt

Auf den Urner Pässen liegt mehr Schnee als sonst im Frühling. Deshalb wird die Wintersperre später als in anderen Jahren aufgehoben. Auf die Strasse am Oberalp gingen mehrere Stein- und Schneelawinen nieder.

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In den Schweizer Bergen viel in diesem Winter viel Schnee. (Bild: Archiv Keystone)

In den Schweizer Bergen viel in diesem Winter viel Schnee. (Bild: Archiv Keystone)

Die Wintersperre am Gotthard endet am 23. Mai. Dies ist zwar einen Monat später als 2011, liegt aber durchaus im Bereich früherer Jahre. Wird der Termin eingehalten, muss sich nicht der gesamte Pfingst-Reiseverkehr durch die Tunnelröhre quälen.

Klausen und Furka sollen am 1. Juni, also nach Pfingsten, wieder befahrbar sein. Für den Furkapass ist dieser Termin normal, der Klausen hingegen war in den letzten zehn Jahren meist schon Mitte Mai wieder passierbar. Voraussichtlich bis zum 22. Juni dauert die Wintersperre am Susten. Normalerweise kann die gesamte Strecke zwischen Wassen UR und Innertkirchen BE ab Anfang/Mitte Juni befahren werden. Letztes Jahr ging der Susten schon Ende Mai auf.

Lawinen am Oberalp

Viel Schnee hat auch der Oberalppass abbekommen. Auf die Strasse gingen mehrere Lawinen nieder, welche Steine und Erdmaterial mit sich trugen. Trotzdem soll die Strasse zwischen Andermatt UR und Sedrun GR wie letztes Jahr Ende April geöffnet werden.

Extreme Situation am Nufenen

Bezüglich des Nufenenpasses spricht der Oberwalliser Strassenmeister Herbert Lengen von einer «extremen Situation». Es liege so viel Schnee wie noch nie und es schneie immer wieder, sagte er auf Anfrage. Als möglichen Termin für eine Öffnung nennt Lengen - ohne Garantie - die Zeit um Fronleichnam Anfang Juni. Die Öffnung der Flüela-, Splügen- und San Bernardino-Passstrassen ist für Anfang Mai terminiert. Aufgrund der eher geringen Schneemengen konnten die Räumungsarbeiten bereits vor einigen Tagen abgeschlossen werden, heisst es auf der Webseite des Kantons Graubünden zur Flüela-Strecke.

Auch auf der Albula-Strasse liegt im Vergleich zu anderen Jahren viel weniger Schnee. Sie soll Mitte Mai freigegeben werden. Das gleiche gilt für die Forcola di Livigno, die am 27. April wieder offen sein soll. Unterdurchschnittlich sind auch die Schneemengen am Umbrail. Der genaue Termin für die Passöffnung wird jeweils in Absprache mit der italienischen Zollbehörde festgelegt. Als voraussichtlicher Termin nennt der Kanton Graubünden Ende Mai/Anfangs Juni.

sda/rem