Altbekannter neuer Bartlivater

Bereits seine Eltern wurden einmal zum Bartlipaar ernannt. In der Familie Bissig wird der Titel des Bartlivaters zu einer Tradition.

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Der Bartliratspräsident Daniel Montandon (links) gratuliert der frisch gewählten Bartlifamilie für das Jahr 2013. (Bild: Nadia Reichlin/Neue SZ)

Der Bartliratspräsident Daniel Montandon (links) gratuliert der frisch gewählten Bartlifamilie für das Jahr 2013. (Bild: Nadia Reichlin/Neue SZ)

Die sommerlichen Temperaturen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Narrenzeit ist. Entsprechend stand am Samstag auf dem Kalender der Brunner Fasnacht ein wichtiger Termin: die Versammlung der Bartligesellschaft. Der Höhepunkt der Versammlung – und was mit Spannung erwartet wurde – ist die Amtseinsetzung des Bartlivaters und der Bartlimutter 2013. Das traditionelle Bartlirätsel sorgte in diesem Jahr weniger als in anderen für grossen Rätselspass. Die Bitte wurde laut, es im nächsten Jahr wieder etwas schwieriger zu gestalten. Nicht weniger herzlich war der Applaus für Franz und Susy Bissig, das Bartlipaar 2013. «Ich freue mich am meisten auf die Begegnungen mit fröhlichen Menschen an der Fasnacht», sagt der strahlende Bartlivater. «Wir werden die Zeit geniessen und das Brauchtum leben lassen.»

Viele Bartlis in der Familie

Völlig überraschend kam die Ernennung zum Bartlivater bzw. zur Bartlimutter für die Bissigs jedoch nicht. 1975 wurden schon Bissigs Vater Franz und seine Frau Trudi zum Bartlipaar gewählt. «Ich ahnte, dass dieser Krug möglicherweise mal an mich weitergeht», schmunzelt Franz Bissig. Details zum Wahlentscheid wird vom Bartliratspräsidenten Daniel Montandon nicht verraten. «Es hat aber auch damit zu tun, dass dieses Jahr die Nüsslergesellschaft Brunnen ihr 75. Jubiläum feiern darf», verrät er. «Da Bissigs Eltern 1975 Bartlipaar waren, und von der Familie auch einige im Nüsslerverein sind, passt das sehr gut.»

Es könnte sogar nicht das letzte Mal gewesen sein, dass jemand aus der Familie Bissig zum Bartlivater oder zur Bartlimutter ernannt wird – die vier Kinder Michael, Julia, Jacqueline und Cédric sind die nächsten potenziellen Kandidaten.

Zeigefinger und Lachtränen

Für viele Lacher, aber auch ernste Töne sorgte Pfarrer Jürg Thurnheer mit seinem Rückblick über seine Fasnachtsreden des vergangenen Jahrzehnts. Für seine 20-jährige Tätigkeit für den Verein wurde er vom Bartlirat mit einem Goldpin ausgezeichnet. Diesen erhielten in diesem Jahr auch Ruth Morêt für 20 Jahre Sammeldienst und Simone Van Erkel für ihr grosses Engagement in verschiedenen Fasnachtsvereinen. Mit der Amtseinsetzung des neuen Bartlipaares sind die Brunner Fasnächtler nun gerüstet, und die Fasnacht kann kommen. Die Terminliste ist zwar kurz, aber intensiv. Das Bartlipaar darf sich auf ein neues Bartlimobil am traditionellen Umzug freuen und wird natürlich auch am Jubiläumsanlass der Nüsslergesellschaft teilnehmen. Und das immer mit dem diesjährigen Fasnachtsmotto im Herzen und in den Füssen: «Tanz der Narren».

Nadia Reichlin

HINWEIS
Weitere Infos unter www.bartli-brunnen.ch