ALTDORF / BRUNNEN: Mositunnel sorgt weiterhin für Zündstoff

Die teilweise Sperrung des Mositunnels während der Sanierung sorgt weiter für Spannungen zwischen Uri und Schwyz. Im Urner Landrat wurde die Haltung von Schwyz kritisiert und dem Urner Regierungsrat mangelnde Hartnäckigkeit vorgeworfen.

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Der Mositunnel wird während 59 Wochen nachts gesperrt. (Archivbild LZ)

Der Mositunnel wird während 59 Wochen nachts gesperrt. (Archivbild LZ)

Aufgrund einer Sanierung ist der 1100 Meter lange Mositunnel für den Schwerverkehr Richtung Norden gesperrt. Lastwagen werden über die A2 und Luzern umgeleitet. Die 20 Kilometer lange Strecke von Flüelen UR nach Schwyz verlängert sich dadurch um rund 60 Kilometer.

Der Urner Landrat behandelte die dringliche Interpellation von Ruedy Zgraggen (CVP). Er verlangte, dass Lastwagen den Tunnel jeweils zwischen 5.00 und 6.30 Uhr in Richtung Norden passieren dürfen. Doch dies lehnte der Kanton Schwyz ab.

Interpellant Ruedy Zgraggen sagte, er sei sehr enttäuscht, frustriert und traurig über die Haltung des Kantons Schwyz. Die Schwyzer Haltung sei sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch sehr schlecht. Zudem äusserte Zgraggen Zweifel, ob auf beiden Seiten ausreichend intensiv und mit genug Biss verhandelt worden sei.

Der Urner Baudirektor Markus Züst stellte den fehlenden Biss in Abrede. Seit August habe sich Uri intensiv mit der Sperrung des Mositunnels beschäftigt. Es sei Tatsache, dass der Kanton Schwyz entscheiden müsse, und er seine eigenen Interessen in den Vordergrund stelle.

Der Urner Sicherheitsdirektor Beat Arnold sagte, Schwyz habe alle Varianten für eine mögliche Durchfahrt des Schwerverkehrs in Richtung Norden geprüft. Aus Gründen der Sicherheit und der Verhältnismässigkeit sei für Schwyz keine andere Variante umsetzbar.

Die Bauarbeiten sollten gemäss Arnold bis am 17. Mai abgeschlossen sein. (sda)