ALTER: Personalbedarf in Heimen steigt

Der Heimeintritt in der Zentralschweiz erfolgt durchschnittlich mit 82,2 Jahren. In Alters- und Pflegeheimen wurde die Anzahl Arbeitsstellen aufgestockt.

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Die Anteile der im Heim lebenden Personen gingen zurück. (Bild: Keystone)

Die Anteile der im Heim lebenden Personen gingen zurück. (Bild: Keystone)

Lustat, das statistische Amt des Kantons Luzern, führte die Erhebung im Auftrag der Zentralschweizer Kantone durch.

Im Durchschnitt erfolgte der Heimeintritt im Jahr 2013 in der Zentralschweiz mit 82,2 Jahren, wie Lustat am Donnerstag mitteilte. Die Nidwaldnerinnen und Nidwaldner traten mit 81,4 Jahren am frühsten ein. In Zug passierte der Eintritt im Schnitt mit 81,6 Jahren, in Schwyz mit 82 Jahren, in Luzern mit 82,2 Jahren und in Uri mit 83 Jahren.

Im Kanton Schwyz lebten rund 70 Prozent der über 95-Jährigen in einem Heim. Im Schnitt dauerte der Aufenthalt rund 2,7 Jahre. Ende 2013 lebten im Kanton Schwyz 1700 Personen in den Alters- und Pflegeheimen.

Im Kanton Uri wohnten rund 570 Personen in einem Heim. Der Kanton weist mit 87 Heimplätze pro 1000 Einwohner ab 65 Jahren eine vergleichsweise hohe Versorgungsdichte auf, schreibt Lustat. In der Zentralschweiz gibt es im Schnitt 74 Plätze pro 1000 Einwohner.

Rückgang der in Heimen lebenden Personen

Der Kanton Nidwalden hingegen weist mit 59 Plätzen pro 1000 Einwohner eine vergleichsweise geringe Versorgungsdichte in der Langzeitpflege auf. Ende 2013 lebten in Nidwalden rund 440 Personen in Heimstätten.

Im Kanton Luzern lebten im vergangenen Jahr 4700 Personen in Alters- und Pflegeheimen. Knapp 29 Prozent der 85- bis 94 Jährigen wohnten in einem Heim, von den Über-94-Jährigen waren es 61 Prozent. Gemessen an der ständigen Wohnbevölkerung gingen in den vergangenen Jahren die Anteile der in Heimstätten lebenden Personen in fast allen Altersgruppen zurück, schreibt Lustat.

Ende vergangenen Jahres wohnten im Kanton Zug 1190 Personen in den Alters- und Pflegeheimen. Insgesamt lebten in Zug dreimal mehr Frauen als Männer in Heimen. Knapp die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner waren zwischen 85 und 94 Jahren alt.

Im Kanton Obwalden lebten Ende 2013 zwei Drittel der Personen ab 95 Jahren in einem Heim. In fast allen Altersgruppen sei ein Rückgang der Heimaufenthalte festzustellen, heisst es in der Mitteilung.

Anstieg der Arbeitsstellen in Luzern

Ende 2013 waren in den Luzerner Alters- und Pflegeheimen über 6600 Personen beschäftigt, die im Jahresmittel 4647 Stellen besetzten. Die Luzerner Alters- und Pflegeheime bauten zwischen 2006 und 2013 die Stellenzahl um knapp 17 Prozent aus.

sda/pz