Altersentrum Steinen: Fronten sind verhärtet

Eine Betriebsanalyse hat ergeben, dass das Alterszentrum von Steinen und Lauerz gut geführt wird. Für einige ist das nichts anderes als Schönfärberei.

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«Die Qualität der Leistungserbringung im Normalbetrieb wird als gut beurteilt», steht in einer Medienmitteilung der Gemeindekanzlei Steinen von gestern. Dabei bezieht sich der Gemeinderat auf eine Betriebsanalyse, die nach massiven Vorwürfen gegenüber den Verantwortlichen des Alters- und Pflegezentrums Au von Steinen und Lauerz erhoben worden ist. Auch der Pflegedienst und die Küche kommen darin gut weg. Handelsbedarf bestünde jedoch in der Vorbereitung auf ausserordentliche Ereignisse.

Eine solche Beurteilung erstaunt einige Personen, die mit dem Altersheim in Verbindung stehen. «Das ist nichts als Schönfärberei», sagt eine Angestellte, die anonym bleiben will. Genau zwei Tage lang sei das Haus von der Spezialfirma, die mit der Analyse beauftragt worden ist, besucht worden.

«Ich wünschte mir, es würden sich diesen Betrieb einmal Personen unangemeldet anschauen», meint eine Frau aus der Gruppe von freiwilligen Betreuerinnen, die ihre Dienste nach 30 Jahren eingestellt haben.
Zu den massiven Vorwürfen will Gemeindepräsident Paul Wiget keinen Kommentar mehr abgeben. «Es steht Aussage gegen Aussage, und die Fronten sind komplett verhärtet.» Man wolle jetzt vorwärtsschauen.

Daniela Bellandi


Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung