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Amerikaner und Schweizer entdecken die Stadt Luzern und die Zentralschweiz neu

Im Jahr 2018 verzeichneten sowohl die Stadt Luzern als auch die Region Luzern-Vierwaldstättersee mehr Logiernächte als im Vorjahr. Vor allem Übernachtungen von Amerikanern und Schweizern nahmen vergleichsweise stark zu.
Sandra Peter
Die Leuchtenstadt im Winterkleid. (Leserbild: Walter Buholzer, Luzern, 4. Februar 2019)

Die Leuchtenstadt im Winterkleid. (Leserbild: Walter Buholzer, Luzern, 4. Februar 2019)

In der Stadt Luzern wurden im Jahr 2018 gemäss dem Bundesamt für Statistik (BFS) so viele Übernachtungen gezählt wie noch nie zuvor: 1'399'288. Dies entspricht einer Zunahme von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtregion Luzern-Vierwaldstättersee verzeichnet eine Zunahme von 5,9 Prozent auf total 3'862'374 Logiernächte.

Damit legt die Ferienregion mit den Kantonen Luzern, Uri, Ob- und Nidwalden und Schwyz das schweizweit grösste Wachstum der 13 Schweizer Ferienregionen vor.

Stadt Luzern bei Amerikanern und Schweizern beliebt

Die Zunahme in der Stadt Luzern und der Region Zentralschweiz sei vor allem auf mehr Gäste aus der Schweiz und Amerika zurückzuführen, teilt Luzern Tourismus am Dienstag mit.

In der Stadt Luzern stiegen die Logiernächtezahlen von Gästen aus der USA um 16,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Insgesamt entfielen 253'000 Übernachtungen auf US-Amerikaner. «Der Trend der Fluss-Schifffahrten bei den Amerikanern spielt uns in die Hände. Viele machen eine Rheinschifffahrt und hängen ein paar Tage in Luzern oder Zentralschweiz an die Reise an», sagt der Luzerner Tourismusdirektor Marcel Perren dazu.

Prozentualer Anteil an Übernachtungen (Quelle: Luzern Tourismus / Grafik: spe)

Prozentualer Anteil an Übernachtungen (Quelle: Luzern Tourismus / Grafik: spe)

Die Übernachtungen von Schweizern nahmen um 4,5 Prozent zu. Insgesamt haben Schweizer und Schweizerinnen 310'321 Nächte in Luzerner Hotels verbracht.

Kleineres Wachstum im asiatischen Markt

Logiernächte von asiatischen Gästen und jenen aus den Golf-Staaten nahmen in der Stadt Luzern um rund 0,5 Prozent zu. Innerhalb des asiatischen Marktes bildet China für die Stadt Luzern die wichtigste Gästegruppe, was die Anzahl Logiernächte anbelangt. Chinesinnen und Chinesen übernachteten im Jahr 2018 rund 132'000 Mal in Luzern. Dies entspricht einer Zunahme von 5.3 Prozent. Auch Touristinnen und Touristen aus Taiwan, Thailand, Indien, China und Hongkong übernachteten vermehrt in der Stadt Luzern.

Abgenommen haben hingegen die Übernachtungszahlen bei Besuchern aus Korea, Japan sowie den Golf-Staaten. «Die asiatischen Märkte sind nicht mehr die grossen Wachstumstreiber, sie haben sich auf hohem Niveau eingependelt», bilanziert Tourismusdirektor Perren.

Europäische Gäste anlocken

Übernachtungen von europäischen Besuchern nahmen in der Stadt Luzern um 1,4 Prozent ab. «Der europäische Markt erholt sich nicht so schnell, wie wir dies gerne hätten«, kommentiert dies Perren. Europäische Touristen seien jedoch wichtig, da die Chance gross sei, dass sie zu Stammgästen würden. «Zusammen mit Schweiz Tourismus werden wir hier noch ins Marketing investieren», sagt er weiter.

Vierwaldstättersee-Region legt in allen Bereichen zu

Im Gegensatz zur Stadt Luzern, haben in der Region Luzern-Vierwaldstättersee Übernachtungen von Gästen aus Europa um 3 Prozent zugenommen, vor allem aus Deutschland. Spitzenreiter sind aber auch hier die US-Amerikaner mit einer Zunahme der Logiernächte um 16 Prozent.

Die Übernachtungen von Gästen aus der Schweiz stiegen ebenfalls um 6,9 Prozent auf total 1'555'863 an. Auch dank des Prachtsommers. «Schweizer Besucher buchen bei einer längeren Schönwetterperiode eher eine Übernachtung als nur einen Tagesausflug.» Die Anzahl Logiernächte von asiatischen Gästen hat um 4 Prozent zugenommen.

Zusammenarbeit und vielfältiges Angebot

Ausschlaggebend für den Erfolg sind gemäss Luzern Tourismus nebst der «bekannten Marke» und der «aktiven Marktbearbeitung» auch Kooperationen und ein vielfältiges Angebot. «Es gelingt uns die Kräfte der Region zu bündeln, wie beispielsweise beim neuen Gästeportal», erklärt Perren. Es mache sichtbar, wie viel ein Gast rund um den See erleben könne. «Und es entstehen neue Angebote; Hotels, Schifffahrt und Bergbahnen investieren.» So habe beispielsweise das Bürgenstock-Resort auch zur Steigerung der Logiernächte-Zahlen beigetragen.

Die Aufenthaltsdauer liegt im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt von 2 Nächten jedoch tiefer. In der Stadt verbringt ein Gast 1,74 in der Region 1,8 Nächte.

Kanton Zug verzeichnet Gegentrend

Der Kanton Zug zählt nicht zur Tourismusregion Luzern-Vierwaldstättersee. Entgegen des Zentralschweizer Trends verzeichnet Zug für das Jahr 2018 kantonal einen Rückgang der Logiernächte um 0.9 Prozentund eine Abnahme von Schweizer Gästen um 10.3 Prozent. Insgesamt zählte Zug 302'196 Übernachtungen, 121'949 davon in der Stadt Zug.

Gründe für die Abnahme sind gemäss Zug Tourismus eine abnehmende Gästenachfrage aus der Schweiz, Deutschland und Österreich, fehlende Kongresse sowie der Verlust von Hotelübernachtungsmöglichkeiten. So schloss das Hotel Lorze in Cham im September, das Hotel Waldheim in Risch im Dezember. Auch sei die markante Zunahme von alternativen Übernachtungsmöglichkeiten in der Region Zug deutlich zu spüren, erklärt Nicolas Ludin, Geschäftsführer von Zug Tourismus. Übernachtungen aus der Parahotellerie werden teilweise nicht in der Beherbergungsstatistik erfasst.

Ausnahmen bilden die Gemeinden Baar und Menzingen; hier stiegen die Logiernächte. Und trotz der Hotelschliessung verzeichnete auch Risch eine Zunahme. Angestiegen sind die Logiernächte gesamthaft bei Gästen aus Indien, China und Italien.

Schweizer knacken eigenen Rekord

Insgesamt verzeichnete die Schweizer Hotellerie im Jahr 2018 38,8 Millionen Logiernächte, was einem Rekordwert entspricht. Die Übernachtungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent an. 17,4 Millionen Logiernächte generierten dabei die Schweizer in ihrem Heimatland selber - ein neuer Rekord. 21,4 Millionen der Logiernächte gehen auf Gäste aus dem Ausland zurück. Dies ist gemäss BFS das beste Ergebnis der letzten zehn Jahre. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag 2018 bei 2 Nächten.

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