AMTLICHE REGISTER: Elektrizitätswerk hilft Schwarzwohner finden

Die Einwohnerregister der Gemeinden haben Lücken. Darum will das Gesetz den Ämtern jetzt neue Informationsquellen erschliessen.

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Die Elektrizitätswerke schicken regelmässig ihre Zählerableser, hier Paul Schmid in Zug, und wissen darüber Bescheid, wer wo wohnt. (Archivild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Die Elektrizitätswerke schicken regelmässig ihre Zählerableser, hier Paul Schmid in Zug, und wissen darüber Bescheid, wer wo wohnt. (Archivild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Die Meldepflicht steht im Gesetz: Wer den Wohnort wechselt hat dies den Gemeindebehörden zu melden. Aber nicht alle halten sich daran. Dazu schreibt der Schwyzer Regierungsrat: «Es hat sich gezeigt, dass die Vollständigkeit und Aktualität der Stammdatenregister der Einwohnerregister nicht lückenlos gewährleistet werden kann.» Das Problem der Schwarzwohner habe sich «insbesondere bei ausländischen Personen akzentuiert und wird sich aufgrund der Personenfreizügigkeit möglicherweise noch verstärken».

Eine neue Verordnung
Der Regierungsrat unterbreitet dazu jetzt dem Kantonsrat eine neue Verordnung über das Einwohnermeldewesen. Darin wird die elektronische Harmonisierung der Gemeinde-Einwohnerregister geregelt. Der Bund schreibt neu die elektronische Führung der Einwohnerverzeichnisse und anderer amtlicher Personenregister vor. Sie sollen auch untereinander vernetzt werden können. Gleichzeitig schafft damit auch der Kanton Schwyz die Voraussetzung für eine Volkszählung ohne die persönliche Befragung aller Einwohner. Die nächste Volkszählung kann alleine mit den bei den Behörden vorhandenen Registerdaten durchgeführt werden.

EW als Informationsquelle
Vor allem aber können die Einwohnerämter der Gemeinden künftig neue Quellen erschliessen, um zu erfahren, wer denn innerhalb der Gemeindgrenzen lebt. Neu müssen die Elektrizitätsversorger ihre Kunden den Gemeinden melden. «Diese Zusammenarbeit gibt es schon heute», sagt Peter Reichmuth, Sekretär des kantonalen Volkswirtschaftsdepartementes. «Die Gemeinden erkundigen sich schon heute bei den Stromversorgern nach deren Kunden.»

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Schwyzer Zeitung.