An der Rigi gefährden die Wildtiere den Schutzwald

Das Wild, das an jungen Weisstannen knabbert, verhindert an der Rigi den Erhalt des Schutzwaldes. Schwyz und Luzern treffen nun deshalb Massnahmen.

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Blick von Norden her auf den Schutzwald der Rigi. (Bild: PD)

Blick von Norden her auf den Schutzwald der Rigi. (Bild: PD)

Die Wälder an der Rigi schützen die Anrainergemeinden, aber auch die Autobahn, die Kantonsstrasse und die SBB-Gotthardlinie vor Steinschlag, Erosion, Hochwasser, Rutschung und Murgang. Vor allem an der Nordlehne und am Gersauerstock schwächt das Wild den Schutzwald, wie das Schwyzer Umweltdepartement am Montag mitteilte.

Für den Waldaufbau sehr wichtig ist die Weisstanne. Allerdings liebt das Wild diesen Baum. Der Wildverbiss ist deshalb an verschiedenen Orten der Rigi so stark, dass die natürliche Verjüngung des Schutzwaldes gefährdet ist.

Weil sich das Wild nicht um Kantonsgrenzen schert, wollen die beiden Rigi-Kantone Schwyz und Luzern das Problem gemeinsam lösen. Nach Vorarbeiten durch den Kanton Schwyz schlossen sie eine Vereinbarung für das Konzept «Wald-Wild-Lebensraum Rigi».

Mit rein forstlichen oder rein jagdlichen Massnahmen könne das Problem nicht gelöst werden, schreibt das Schwyzer Umweltdepartement. Es brauche vielmehr integrale Massnahmen, um eine Koexistenz von Wald und Wild zu erreichen.

Gezeigt hat sich, dass die Interessen der Waldbesitzer, der Älpler, der Bauern oder der Touristiker sehr unterschiedlich sind. Deshalb soll jetzt in themenspezifischen Arbeitsgruppen nach Lösungen gesucht werden. Bereits heute ist klar, dass alle Interessengruppen einen Beitrag zur Lösung leisten müssen und dass rein wildbiologische Massnahmen nicht ausreichen.

sda