ANDREAS KREBS: «Die ?Schwyz? ist schwierig zu fahren»

Die Dampflokomotive «Schwyz» fuhr durch ihren Heimatkanton. Lokführer Andreas Krebs sagt, warum er dafür ausgesucht wurde.

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Andreas Krebs, Lokführer der SOB. (Bild Philipp Fanchini/Neue SZ)

Andreas Krebs, Lokführer der SOB. (Bild Philipp Fanchini/Neue SZ)

Was war das für ein Gefühl, mit der «Schwyz» von Rothenthurm nach Einsiedeln zu fahren?
Andreas Krebs: Die Fahrt von Rothenthurm nach Einsiedeln war wirklich ganz speziell. Als Lokführer der SOB bin ich es zwar gewohnt, aber es ist etwas Besonderes, mit einer Dampflokomotive fahren zu können. Zudem ist es auch für einen Lokführer eine Herausforderung, mit einer Dampflok unterwegs zu sein.

Was sind die Unterschiede für Sie beim Fahren mit einer Dampflok?
Krebs: Eine Dampflok wird immer von zwei Personen gefahren. Ein Lokführer und ein Heizer. Beide sind für die Lok verantwortlich. Dabei müssen vor allem der Druck im Kessel und der Wasserstand unter Kontrolle gehalten werden. Es ist echte Knochenarbeit. Eine Dampflok muss rund vier bis fünf Stunden vor der Abfahrt in Betrieb genommen werden und wird jedes Jahr einem grossen Service unterzogen. Dabei braucht es Leute mit Erfahrung, die auch Ersatzteile fertigen können. Als Lokführer fühle ich mich bei solchen Fahrten immer wieder in eine längst vergangene Zeit zurückversetzt. Das fasziniert mich besonders.

Gibt es Unterschiede unter den Dampflokomotiven?
Krebs: Eindeutig! Für den Laien sind diese zwar meist nicht zu erkennen. Aber auch unter den Dampflokomotiven gibt es markante Unterschiede. Die «Schwyz» ist relativ schwierig zu fahren. Sie ist ja auch schon über 100 Jahre alt. Als Lokführer oder Heizer merkt man das deutlich.

Womit fahren Sie lieber, mit neuen oder alten Loks?
Krebs: Das kann ich so nicht beantworten. Ich fahre mit beiden gleich gerne. Das Wichtige ist die Abwechslung. In meinem Beruf fahre ich die verschiedensten modernen Loks. Als Mitglied des Dampfbahnvereins Zürcher Oberland fahre ich regelmässig mit Loks älteren Jahrgangs. Wie gesagt: Beides hat seinen Reiz. Der Betrieb von älteren Loks trägt natürlich zum Erhalt dieser historischen Technik bei. Das finde ich sehr schön.

Interview von Philipp Fanchini

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.