ANDREAS MEIER: Nach dem Picasso-Raub nimmt er den Hut

Über vier Jahre hat Andreas Meier das Seedamm-Kulturzentrum geleitet. Jetzt ist er von seinem Posten als Direktor zurückgetreten. Der Raub der Picasso-Bilder war für ihn ein grosser Schock.

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Andreas Maier erläutert ein kürzlich angekauftes Werk des Glarner Künstlers Hanspeter Hofmann. (Bild Fredy Stäheli/Neue SZ)

Andreas Maier erläutert ein kürzlich angekauftes Werk des Glarner Künstlers Hanspeter Hofmann. (Bild Fredy Stäheli/Neue SZ)

Durch den Diebstahl der Picasso-Bilder wurden Sie in den letzten Wochen stark gefordert. Was hat für Sie der Diebstahl der Picasso-Bilder persönlich bedeutet?

Andreas Meier: Es war ein Schock für mich. Erstens der Diebstahl im eigenen Haus und dann das, was in der Bührle-Sammlung passiert ist. Angesichts dessen war es moralisch nicht mehr vertretbar, die Ausstellung für die letzte Woche offenzuhalten, obwohl Versicherer und Leihgeber die Weiterführung gestatteten. Priorität hatten die Mitarbeiter und die Gewähr für die sichere Rückkehr der Kunstwerke. Die dreisten Diebstähle haben mich auch im Hinblick auf meine Projekte betroffen. Ich weiss nicht, ob ich unter diesen Umständen ein sich in Vorbereitung befindendes Ausstellungsprojekt zwischen Bern und Berlin im Bereich der klassischen Moderne noch weiterverfolgen kann.

Sie machen weiterhin Ausstellungen?
Meier: Ja, ich habe mich entschlossen, die nächsten Jahre als freier Kurator und Publizist zu arbeiten. Ich werde im nächsten Jahr 60 Jahre alt und will deshalb jetzt diesen Schritt machen, ohne in eine Institution eingebunden zu sein. Ich freue mich darauf, die Projekte verschiedener Künstler begleiten zu können.

Sie sind jetzt zurückgetreten, wie geht es im Seedamm-Kulturzentrum weiter?
Meier: Die Ausstellungen für dieses Jahr sind bereits vorbereitet. Das Seedamm-Kulturzentrum wird ad interim durch meine Mitarbeiterin Gaby Bachmann geführt.

Interview von Fredy Stäheli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Schwyzer Zeitung.