ANDREAS MEYER: Tageskarten: SBB prüfen neue Lösung

Die Gemeinde-Tageskarten werden teurer und bringen weniger Nutzen. Eine Aussage des SBB-Chefs lässt nun aufhorchen.

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SBB-CEO Andreas Meyer. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

SBB-CEO Andreas Meyer. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Gemeinde-Tageskarten sollen ab 12. Dezember 15 Prozent mehr kosten, aber werktags nur noch erst ab 9 Uhr gültig sein. Dagegen laufen die Gemeinden Sturm.
Möglicherweise wird die Tageskarte schon bald in einer neuen Form erscheinen. SBB-Chef Andreas Meyer erklärte im Interview mit der Neuen Luzerner Zeiung: «Der Verband öffentlicher Verkehr ist mit Gemeinde- und Städteverband am Lösungen suchen, wie wir dem ursprünglichen Sinn der Gemeinde-Tageskarten Rechnung tragen können.» Denn eigentlich sei die Gemeinde-Tageskarte ein Schnupperangebot, um Personen, die ansonsten nicht viel Zug fahren würden, von den Vorzügen des öffentlichen Verkehrs zu überzeugen.

Ziel verfehlt
Diese Rechnung ging für die SBB aber nicht auf. Heute wird die Gemeinde-Tageskarte von vielen Bahnkunden als billiges Billett genutzt. Andreas Meyer: «Mir hat der eine oder andere Geschäftsmann schon von diesem «Schnäppchen» berichtet.» Deshalb hebe der Verband öffentlicher Verkehr, bei dem die SBB der gewichtigste Partner sind, die Preise auf den Dezember hin an. Andreas Meyer: «Das Grundproblem ist, dass der Ertrag der Gemeinde-Tageskarte mit nur 6 Rappen pro Personenkilometer völlig ungenügend ist.»

Dominik Buholzer

Das ausführliche Interview mit dem SBB-Chef und seine Meinung zum Luzerner Tiefbahnhof lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.