ARBEITSLOSIGKEIT: Rezession schlägt auf den Arbeitsmarkt durch

Die Rezession hat im Juni den Schweizer Arbeitsmarkt voll erfasst. In der Zentralschweiz sind die Kantone Luzern, Zug und Schwyz am stärksten betroffen.

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(Symbolbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

(Symbolbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Gesamtschweizerisch stieg die Arbeitslosenquote unerwartet stark auf 3,6 Prozent an, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Mittwoch mitteilte. Und auch die Aussichten für die kommenden Monate sind düster.

Erstmals seit März 2006 waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) wieder mehr als 140'000 Menschen als Arbeitslose registriert. Innert Monatsfrist stieg die Zahl der Betroffenen entgegen dem saisonalen Muster um 5125 auf 140'253. So stark hat die Arbeitslosigkeit im Juni seit Mitte der 1990er Jahre noch nie zugenommen.

Auch die Zentralschweiz ist betroffen
Ende Juni waren in der Zentralschweiz knapp 9000 Arbeitslose gemeldet. Dies sind rund 1500 Personen mehr als Ende 2008. Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosenquote von Nidwalden prozentual am stärksten angestiegen, während Uri als einziger Kanton eine Reduktion der Anzahl Arbeitslosen registrierte.

Im gesamtschweizerischen Vergleich haben die Zentralschweizer Kantone jedoch verhältnismässig tiefe Arbeitslosenquoten. Die höchste Zentralschweizer Arbeitslosenquote haben Luzern und Zug mit je 2,7 Prozent, gefolgt von Schwyz mit 1,9 Prozent. Die tiefste Arbeitslosenquote besitzt Uri mit 1,1 Prozent.

ap/ost