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ARBEITSMARKT: Beschleunigter Rückgang bei Arbeitslosen in der Zentralschweiz

In allen sechs Zentralschweizer Kantonen sind im April die Zahlen der Arbeitslosen zurückgegangen. Der beschleunigte Rückgang hat vor allem saisonale Gründe.
Bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren Ende April weniger Arbeitslose gemeldet als im März (gestellte Szene, Symbolbild). (Bild: Keystone / Peter Klaunzer)

Bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren Ende April weniger Arbeitslose gemeldet als im März (gestellte Szene, Symbolbild). (Bild: Keystone / Peter Klaunzer)

Insgesamt waren 8493 Arbeitslose registriert, 473 weniger als im Vormonat. Von den bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) registrierten Arbeitslosen in der Zentralschweiz lebte im April erneut mehr als die Hälfte, nämlich 4675 (-247), im Kanton Luzern, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte.

In Zug waren 1585 (-43) Arbeitslose registriert, in Schwyz 1544 (-96). Deutlich tiefer war die Zahl der Arbeitslosen in den Kantonen Nidwalden (256/-35), Obwalden (232/-31) und in Uri (201/-21). Zur selben Zeit vor einem Jahr waren aber in allen Kantonen ausser in Uri zwischen 9 und 27 Prozent weniger Arbeitslose registriert.

In den sechs Zentralschweizer Kantonen gingen auch die Arbeitslosenquoten mit Ausnahme von Zug zurück. Sie blieben insgesamt weiter deutlich unter dem schweizerischen Schnitt von neu 3,5 (-0,1) Prozent.

Die höchste Quote in der Zentralschweiz wies unverändert Zug mit 2,5 Prozent aus, vor Luzern (2,2/-0,1) und Schwyz (1,8/-0,2). In Obwalden (-0,2), Nidwalden (-0,1) und Uri (-0,1) lag die Quote überall bei 1,1 Prozent.

Weniger Arbeitslose in der Schweiz

Die Zahl der Arbeitslosen ist in der Schweiz im April weiter zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote sank von 3,6 Prozent im Vormonat auf 3,5 Prozent. Grund dafür sind allerdings saisonale Effekte.

Ende April waren 149'540 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben. Das sind fast 5800 oder 3,7 Prozent weniger als im März, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte.

Es sei erfreulich, wie sich die Zahlen entwickelten, sagte Boris Zürcher, Leiter Arbeitsmarkt beim Seco, an einer Telefonkonferenz. Bereinigt um saisonale Effekte habe die Zahl der Arbeitslosen zwar um 200 bis 300 Personen zugenommen. Das sei aber weniger als erwartet.

Bereits im März war der Anstieg der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit überraschend schwach ausgefallen. Zürcher geht daher davon aus, dass der Höhepunkt der Arbeitslosigkeit bereits im Sommer erreicht wird - und nicht erst gegen Ende Jahr wie zuvor prognostiziert. Halten die aktuellen Trends weiter an, könnte der Wendepunkt im Juni oder Juli erreicht werden, sagte Zürcher.

Jugendarbeitslosigkeit sinkt

Besonders deutlich ging im April die Jugendarbeitslosigkeit zurück: Die Zahl der arbeitslosen 15- bis 24-Jährigen sank gegenüber März um über 1000 auf 17'871. Das entspricht einem Rückgang von 5,5 Prozent.

Gemäss Zürcher gibt es dafür mehrere Gründe. Unter anderem sei die Arbeitslosigkeit bei den temporär Angestellten zurückgegangen, wovon Jugendliche profitierten. Zudem entspreche es dem normalen Jahresverlauf, dass die Jugendarbeitslosigkeit im Sommer hoch sei und sich dann im Verlauf des Jahres abbaue.

Mehr Arbeitslose als vor einem Jahr

Im Vergleich zu vor einem Jahr sehen die aktuellen Arbeitslosenzahlen allerdings schlechter aus. Gegenüber April 2015 waren 2,2 Prozent mehr 15- und 24-Jährige arbeitslos. Über alle Altersgruppen hinweg gesehen lag die Arbeitslosigkeit gar um 6 Prozent höher. Die Arbeitslosenquote hatte vor einem Jahr 3,3 Prozent betragen.

Wegen des Frankenschocks stieg die Quote diesen Januar jedoch auf 3,8 Prozent an - so hoch wie letztmals im März 2010. Seither ist sie wieder gesunken, dies vor allem aus saisonalen Gründen. Für das Gesamtjahr rechnet das Seco mit einer Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent, nach 3,3 Prozent 2015.

(sda/rem)

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