ARBEITSMARKT: Wieder mehr Arbeitslose in der Zentralschweiz

In der Zentralschweiz sind im Juli mehr Arbeitslose registriert worden. Deren Zahl stieg um 190 auf 7329. Betroffen waren Luzern, Zug sowie Ob- und Nidwalden. Die Zahlen liegen deutlich höher als vor einem Jahr. Der Grund ist die schlechtere wirtschaftliche Situation.

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Symbolbild (Bild: Neue LZ)

Symbolbild (Bild: Neue LZ)

Über die Hälfte der Arbeitslosen lebte im Kanton Luzern. Dort kam es auch zum stärksten Anstieg, nämlich um 157 auf 4092 Personen. Auch in Zug (1457; +49), Obwalden (167; +10) und Nidwalden (236; +13) trübte sich die Lage ein.

Die Zunahme habe keine saisonalen Gründe, denn im Bau, Gastgewerbe und Tourismus herrsche im Sommer in der Regel Hochkonjunktur, sagte Kurt Simon, Leiter Arbeitsmarkt beim Kanton Luzern, auf Anfrage. Der Anstieg sei Ausdruck einer sich verschlechternden wirtschaftlichen Situation seit Anfang Jahr.

Die Arbeitslosenzahlen lägen klar höher als im Vorjahresmonat, sagte Simon. Zudem gingen sie teilweise mit einer Verschlechterung der Arbeitslosenquoten einher.

Deutlich weniger Arbeitslose registrierte im Juli in der Zentralschweiz lediglich Uri (124; -38). In Schwyz (1253;-1) blieb die Zahl praktisch stabil.

Die höchste Arbeitslosenquote der Zentralschweiz, nämlich 2,3 Prozent (+0,1) weist nach wie vor Zug aus, vor Luzern, wo die Quote um 0,1 Prozentpunkte auf 1,9 Prozent gestiegen ist. Es folgen Schwyz (1,5/unverändert), Nidwalden (1,0/unverändert), Obwalden (0,8/unverändert) und Uri (0,7/-0,2).

Uri ist damit neu der Kanton mit der tiefsten Arbeitslosenquote der Schweiz. Die höchste Quote hat Genf mit 5,5 Prozent. Der Landesdurchschnitt betrug im Juli unverändert 3,1 Prozent. (sda)