ARMEE: Das Sackmesser bleibt schweizerisch

Schweizer Soldaten mit Sackmessern aus China? Diese Meldung hat für Schlagzeilen gesorgt. Doch jetzt kommt alles anders.

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Das heutige Militärsackmesser. (Bild Keystone)

Das heutige Militärsackmesser. (Bild Keystone)

«Es wollte mir einfach nicht in den Kopf, dass Schweizer Soldaten künftig mit einem Sackmesser Made in China ihren Dienst verrichten sollen», sagt Alois Kessler, Rechtsanwalt aus Brunnen. Er hat im vergangenen Sommer eine Petition lanciert, damit das Sackmesser für die Schweizer Armee auch künftig im Inland hergestellt wird.

10'000 Unterschriften
«Vom Erfolg wurden wir damals regelrecht überrumpelt», sagt er. Innert einem Monat gingen über 7500 Unterschriften ein, bis Ende Jahr warens fast 10'000, und noch «heute treffen Unterschriften bei uns ein, obwohl wir die Petition eigentlich schon abgeschlossen haben», sagt Kessler, der einstige Generalstabsoberst und ehemalige Schwyzer Gewerbesekretär.

Kesslers Petition führte zu einem riesigen Medienecho. «Zu unserer Petition gabs ein Live-Interview mit BBC London. Und selbst in China ist ein Zeitungsartikel über unserer Petition erschienen, nur konnten wir diesen leider nicht lesen.» Doch die Bittschrift blieb auch in Bern nicht ungehört, und hat offenbar Erfolg gehabt. Denn gleich zwei Sonntagszeitungen berichteten am Sonntag darüber, dass die neuen 65'000 Sackmesser bei Victorinox in Ibach hergestellt würden. Die neuen Messer mit olivgrünem Kunststoffgriff will die Schweizer Armee ab 2009 an ihre Rekruten abgeben.

Stefan Inderbitzin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Schwyzer Zeitung.