ARTH: Das Klosterdach ist undicht

Die Mönche und Nonnen im syrisch-orthodoxen Kloster St. Avgin in Arth brauchen Geld. Woher es kommen soll, das bereitet ihnen noch Kopfzerbrechen.

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Blick hinter die Klostermauern in Arth. Das Kloster St. Avgin soll für über 5 Millionen Franken saniert werden. (Bild Irene Infanger/Neue SZ)

Blick hinter die Klostermauern in Arth. Das Kloster St. Avgin soll für über 5 Millionen Franken saniert werden. (Bild Irene Infanger/Neue SZ)

Das syrisch-orthodoxe Kloster St. Avgin in Arth wird saniert. Kosten soll die Sanierung über 5 Millionen Franken. Das Geld ist dringend nötig. Denn rund 8000 historisch wertvolle Bücher mussten einen neuen Standort finden. Ihren alten Platz auf dem Dachgeschoss mussten sie verlassen, weil das Dach nicht mehr dicht ist.

Die Bewohner des Klosters sind ständig krank
Die Gemäuer sind durch Nässe und Kälte beeinträchtigt, die sanitären Anlagen längst nicht mehr den heutigen Standards entsprechend. Das sind nur einige der Mängel, welche sich im alten Kapuziner-Kloster über Jahrzehnte angesammelt haben. Für die Bewohner des Klosters hat dies körperliche Nebeneffekte: «Die Nonnen und Mönche sind das ganze Jahr durch krank und können sich gar nicht mehr richtig erholen», erklärt Projektleiterin Elena Jakob Banz.

Das Kloster St. Avgin wird heute genutzt und gepflegt als geistiges und kulturelles Zentrum der syrisch-orthodoxen Kirche in der Schweiz und in Österreich. Es soll für die einheimische Bevölkerung sowie für alle Gläubigen Anlaufstelle für religiöse, soziale und gesellschaftliche Fragen sein.

Noch fehlen rund 3,6 Millionen Franken für die Sanierung
Da es sich beim Kloster um ein kunst- und kulturhistorisches Gebäude handelt, hat sich die Denkmalpflege des Kantons Schwyz eingeschaltet. Die Sanierung soll in drei Etappen durchgeführt werden, je nach Dringlichkeit: Sofortmassnahmen für rund 1,65 Millionen Franken. Darin enthalten ist die Sanierung der Fassade und des Dachstocks. In einem weiteren Schritt soll der ganze Innenausbau und Anbau für rund 3,62 Millionen Franken neu gemacht werden. Erst in der letzten Etappe soll der Klostergarten inklusive Gemäuer und Kanalisationsleitungen saniert werden, für 500'000 Franken.

Laut David Simon, Leiter der Finanzkommission, können rund 2,1 Millionen Franken dank der Mithilfe von Kanton, Bezirk Schwyz und vielen Spendern gesichert werden. Für die komplette Sanierung fehlen aber immer noch sage und schreibe 3,6 Millionen Franken. «Insgesamt haben wir rund 300 Stiftungen und Institutionen angeschrieben. Jetzt müssen wir uns aber noch andere Methoden ausdenken, um genügend Spender zu finden», so ETH-Architektin Elena Jakob Banz. In einem weiteren Schritt versuchen die Verantwortlichen die syrisch-orthodoxen Kirchenmitglieder der Schweiz um eine Spende zu bitten.

Irene Infanger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.