ARTH: Einsatzbilder nicht vorsätzlich manipuliert

Die Sondereinheit Luchs hatte am 5. Juni 2005 in Arth zwei Männer irrtümlich festgenommen. Nun ist die Strafuntersuchung abgeschlossen worden.

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Die irrtümliche Festnahme der Sondereinheit Luchs in Arth. (Bild Kapo Luzern)

Die irrtümliche Festnahme der Sondereinheit Luchs in Arth. (Bild Kapo Luzern)

Das Verhöramt des Kantons Schwyz hat am 3. Juni die wegen Amtsmissbrauch durchgeführte Strafuntersuchung abgeschlossen und die Akten an die Staatsanwaltschaft überwiesen.

Den Angeschuldigten wird vorgeworfen, den beiden Festgenommenen die Handschellen und Augenbinden nicht sofort abgenommen zu haben, als ihre Unschuld feststand. In der Seit Dezember 2007 laufenden, ergänzten Strafuntersuchung wurden die nach der Festnahme entstandenen Verletzungen vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich begutachtet. Demnach könnten die Verletzungen auch bei ordentlichem Ablauf der Festnahme entstanden sein.

Weiter wurde die Videokasette, auf welcher der Einsatz aufgezeichnet worden war, genauer untersucht. Laut Gutachten ist die Originalaufzeichnung nachträglich überspielt worden. Bild und Ton dieser nachträglichen Filmsequenz würden, entsprechend der Darlegung der Kantonspolizei Luzern, dafür sprechen, dass die Überspielung ein Missgeschick gewesen sei. Die Strafuntersuchungsbehörde geht davon aus, dass während oder nach der Aufzeichnung des Einsatzes keine vorsätzliche Manipulation stattgefunden hat, wie das Verhöramt des Kantons Schwyz bekannt gibt.

Nun hat die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz zu entscheiden, ob sie beim kantonalen Strafgericht Anklage gegen die Polizisten erheben, oder das Verfahren einstellen will.

Das Justiz- und Sicherheitsdepartement hat die Medienmitteilung vom Verhöramt Schwyz bezüglich des Luchseinsatzes zur Kenntnis genommen, wie es in einem über die Staatskanzlei Luzern versandten Communiqué heisst. Zur allfälligen Anklage gegen zwei Polizisten kann sich das Departement nicht äussern, da es sich um ein hängiges Verfahren handelt.

ost