ARTH GOLDAU / SARGANS: Goldauer Bartgeier fliegt wieder

Noel-Leya ist zurück in der Freiheit und fliegt wieder. Betreuer haben den Bartgeier im Tierpark erfolgreich aufgepäppelt.

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Noel-Leya kurz nach der zweiten Auswilderung. Am Ende des Winters hat es in den
Bergen besonders viele verendete Huftiere. Somit sind im Moment die Nahrungsbedingungen
für den Aasfresser besonders gut. (Bild: PD / Hansruedi Weyrich)

Noel-Leya kurz nach der zweiten Auswilderung. Am Ende des Winters hat es in den Bergen besonders viele verendete Huftiere. Somit sind im Moment die Nahrungsbedingungen für den Aasfresser besonders gut. (Bild: PD / Hansruedi Weyrich)

Der Hilferuf kam im November 2014 an einem Sonntag während des Mittagessens: Tierpark-Tierarzt Martin Wehrle wurde von einem Wildhüter darüber informiert, dass Bartgeier Noel-Leya seit drei Tagen in der Nähe von Sedrun sei und sich kaum mehr bewege. Der Veterinär fuhr sofort los, um dem Bartgeier, der im Juni im Calfeisental ausgewildert wurde, zu helfen. Bei einer Raststätte im Kanton Graubünden wurde ihm der geschwächte Bartgeier übergeben. Der Tierarzt kehrte mit dem Tier nach Goldau zurück. Dort wurde Noel-Leya Blut abgenommen, geröntgt und aufgepäppelt – erfolgreich, wie sich nun zeigt.

Wie die Stiftung Pro Bartgeier mitteilt, hat sich das Jungtier im Tierpark Goldau gut erholt und ist am vergangenen Freitag bei Sedrun ein zweites Mal freigesetzt worden. Mit der zweiten Freilassung finden die Auswilderungen einen erfolgreichen Abschluss. Alle ausgewilderten Bartgeier hätten überlebt, heisst es.

Der Tierpark Goldau beteiligt sich seit 15 Jahren mit drei Bartgeier-Paaren an der Aufzucht und Wiederansiedlung von Bartgeiern. Bisher konnten so 14 Tiere ausgewildert und 2 weitere Tiere zur Zucht an andere Zoos abgegeben werden.

rem

HINWEIS
Die ausgewilderten Bartgeier sind alle mit kleinen Satellitensendern ausgestattet, die laufend Daten zu den Flugrouten übermitteln. Infos auf www.bartgeier.ch/noel-leya

Nahe bei Sedrun wurde Noel-Leya am letzten Freitag ein zweites Mal von einem
Team der Stiftung Pro Bartgeier und der Bündner Wildhut ausgewildert. (Bild: PD / Hansruedi Weyrich)

Nahe bei Sedrun wurde Noel-Leya am letzten Freitag ein zweites Mal von einem Team der Stiftung Pro Bartgeier und der Bündner Wildhut ausgewildert. (Bild: PD / Hansruedi Weyrich)

Der junge Bartgeier Noel-Leya war geschwächt und wurde im letzten Winter von
der Bündner Wildhut zurückgefangen. Im Natur- und Tierpark Goldau ist er wieder
zu Kräften gekommen. (Bild: PD / Hansruedi Weyrich)

Der junge Bartgeier Noel-Leya war geschwächt und wurde im letzten Winter von der Bündner Wildhut zurückgefangen. Im Natur- und Tierpark Goldau ist er wieder zu Kräften gekommen. (Bild: PD / Hansruedi Weyrich)

Tierarzt Martin Wehrle pflegt den Bartgeier Noel-Leya im Tierpark
Goldau wieder gesund. (Bild: PD)

Tierarzt Martin Wehrle pflegt den Bartgeier Noel-Leya im Tierpark Goldau wieder gesund. (Bild: PD)

Bartgeier Sardona wurde im Jahr 2010 im St. Gallischen Calfeisental ausgewildert.
Das Männchen wird nun langsam geschlechtsreif. Regelmässig kann man ihn gemeinsam
mit einem Weibchen beobachten. Die Chancen stehen somit gut, dass
bald wieder Bartgeier in den Nordalpen brüten. (Bild: PD / Franzsika Lörcher)

Bartgeier Sardona wurde im Jahr 2010 im St. Gallischen Calfeisental ausgewildert. Das Männchen wird nun langsam geschlechtsreif. Regelmässig kann man ihn gemeinsam mit einem Weibchen beobachten. Die Chancen stehen somit gut, dass bald wieder Bartgeier in den Nordalpen brüten. (Bild: PD / Franzsika Lörcher)