ARTH: Hänge am Rossberg sind mehrheitlich stabil

Am Rossberg werden periodisch 76 Punkte im Raum Gribsch-Nollberg-Grisselen vermessen. Die dabei fest­gestellten Geländeverschiebungen geben noch keinen Anlass zur Beunruhigung.

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Unwetter verschüttete 2005 am Rossberg grosse Landstriche. (Bild pd)

Unwetter verschüttete 2005 am Rossberg grosse Landstriche. (Bild pd)

Die Hänge im überwachten Gebiet am Rossberg waren zwischen April 2009 und Mai 2010 mehrheitlich stabil. Die schreibt die Gemeinde Arth in einer Medienmitteilung vom Mittwoch. Gesamthaft betrachtet deuten die Punkte mit signifikanten Bewegungen auf eher schwache Hangbewegungen in der Grössenordnung von 1 bis 3 Zentimeter pro Jahr hin. Die Messungen werden als Folge der Unwetter vom August 2005 im Rahmen eines Überwachungskonzepts vorgenommen.

Grössere Hangbewegungen möglich
Die deutlichsten Hangbewegungen zeigt weiterhin das Gebiet Brechenwald-Nolberg. Es muss als derjenige Teil des Rossberges bezeichnet werden, aus dem am ehesten ein Ereignis vergleichbar mit jenem vom August 2005 zu erwarten ist, heisst es in der Mitteilung weiter. Zurzeit besteht kein weiterer Handlungsbedarf. Es ist gleichwohl zu beachten, dass bei vergleichbaren Witterungsverhältnissen wie im August 2005 verstärkte Verschiebungen auftreten können. Im Extremfall ist ein Abgleiten von Hangbereichen mit einer Fläche von über ca. 1 Hektare nicht auszuschliessen.

Weitere Messungen geplant
Abgesehen vom Raum Brechenwald-Nolberg bestehen keine Anzeichen für grossflächige Hangbewegungen. Dennoch können kleinräumig durchaus signifikante Bewegungen auftreten, welche mit dem vorliegenden Messstellennetz jedoch nicht erfasst sind. Das Überwachungskonzept am Rossberg bewährt sich. Mit zunehmender Messdauer werden die Bewegungen weiterer Punkte klare Tendenzen aufzeigen. Die Gemeinde wird daher im Frühjahr 2011 eine weitere Folgemessung in Auftrag geben. Bei speziellen Beobachtungen oder Meldungen wird sofort reagiert.

pd/zim