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ARTH: Streit um Ferienresidenz an der Rigi

Der Heimatschutz und Private wehren sich gegen einen geplanten Neubau auf Rigi Klösterli. Der Bauherr verteidigt das Projekt – und hat den Zonenplan auf seiner Seite.
Der geplante Des-Alpes-Neubau auf Rigi Klösterli gibt zu reden. (Bild: Visualisierung: PD)

Der geplante Des-Alpes-Neubau auf Rigi Klösterli gibt zu reden. (Bild: Visualisierung: PD)

Auf Rigi Klösterli zeichnet sich ein Konflikt zwischen Bauherren, Behörden und Umwelt- und Heimatschützern ab. Es geht um das Projekt einer neuen Ferienresidenz, die anstelle des bisherigen Hotels und Restaurants Des Alpes gebaut werden soll. Gegen die Baupläne wurden auf der Gemeinde Arth mehrere Einsprachen eingereicht – neben Privaten ist es vor allem auch der Heimatschutz des Kantons Schwyz, der mit weiteren Umweltverbänden sein Veto eingelegt hat.

«Es kann und darf nicht sein, dass an dieser Stelle zwei moderne Flachdachbauten erstellt werden», sagt Walter Eigel, Präsident des Schwyzer Heimatschutzes, der gleichzeitig als Wortführer der Umweltverbände auftritt. Er stellt nicht nur die künftige Einpassung ins Landschaftsbild in Frage, sondern generell, wie die Erschliessung funktionieren soll. Geplant sind dort 21 Ferienwohnungen und 10 Studios. «Allein schon der Antransport der Möbel wird ohne Individualverkehr nicht möglich sein.» Und das auf der Rigi, die eigentlich verkehrsfrei sein wolle.

Bauherr: «Bau ist in die Natur eingebunden»

Der «wunde Punkt» für die Einsprecher: Vor Jahren wurde die Des-Alpes-Parzelle von der Gemeinde Arth als WG4-Zone bewilligt. «Da ist vieles möglich», bestätigt denn auch der Ar­- ther Gemeindepräsident Ruedi Beeler. Er betont jedoch, dass weder die Baukommission noch der Gemeinderat über die Pläne bisher entschieden hätten.

Das Projekt sei bis zur Baueingabe seit mehr als einem Jahr in der Bearbeitung, erklärt Michael Laznicka. Als Bauherr habe er versucht, alles zu berücksichtigen. «Die Natur des Berges, die Bergbahnen, die touristische Entwicklung und das Wiederaufleben der Region.»

Leider sei der Erhalt des jetzigen Gebäudes bautechnisch sowie finanziell nicht möglich. Laznicka: «Sich für einen Neubau zu entscheiden, war schwer, aber die einzige Lösung.» Er weist auf die Zonenkonformität hin. Im Projekt seien sämtliche Bauvorschriften eingehalten, eine Regionsanalyse gemacht und die Meinung der regionalen Stellen angefragt worden. Laznicka: «Die Rückmeldungen waren sehr positiv. So entstand die Baueingabe.»

Bei einer grösseren Baueingabe, so der Bauherr, könne es immer zu Einsprachen kommen. «Wir sind daran interessiert, diese im rechtlich korrekten Verfahren zu behandeln.» Auch die Kritik der Einsprecher, dass gleich zwei neue Gebäude realisiert würden, lässt Laznicka nicht gelten und erinnert an die Zeit vor dem Brand, als auf der Parzelle auch ein Chalet stand. «Der kubisch-moderne Ansatz erlaubt die visuelle Einbindung in der umliegenden Natur», zeigt er sich überzeugt. Aussensegmente seien aus Naturholz konzipiert, ein Flachdach mache in dieser Konzeption mehr Sinn. Neben den 31 Wohneinheiten ist im 7-Millionen-Projekt auch ein Restaurant geplant. Dieses soll über 40 Innen- und 56 Aussenplätze verfügen. Das ganze Vorhaben ist als Energie-Plus-Haus geplant und soll mehr Energie produzieren, als es verbraucht.

Jürg Auf der Maur

zentralschweiz@luzernerzeitung.ch

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