ARTH: Zugersee-Leiche: Nun werden Zeugen gesucht

Noch ist ungewiss, welche Umstände zum Tod eines 24-jährigen Schweizers im Zugersee führten. Nun soll eine Obduktion Klarheit bringen.

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Ein Polizeitaucher bei der Arbeit, hier beim Rotsee. (Archivbild Peter Appius/Neue LZ)

Ein Polizeitaucher bei der Arbeit, hier beim Rotsee. (Archivbild Peter Appius/Neue LZ)

«Der zuständige Untersuchungsrichter hat eine Obduktion am Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich verfügt», sagt Florian Grossmann, Mediensprecher der Kantonspolizei Schwyz auf Anfrage.

«Zurzeit liegen allerdings noch keine neuen Erkenntnisse vor, was zum Tod des Schweizers geführt haben könnte. Wir warten auf die Untersuchungs­ergebnisse», so Florian Grossmann. Fest stehe allerdings, dass man den 24-jährigen Schweizer am Mittwochnachmittag in Arth noch lebend gesehen hat.

Eine Stirnwunde – und Glasscherben
«Tschau Mami, ich gehe noch ins Dorf eins trinken»: Dies sind laut «Bote der Urschweiz» die letzten Worte des nun Toten gewesen. Bei einer vorgängigen Leichenschau sei eine klaffende Wunde an der Stirn sowie Glasscherben am Boden entdeckt worden. Ein Ertrinkungstod scheint dem Vater des Opfers unwahrscheinlich; dieser befürchtet, es könnte sich um ein Gewaltverbrechen handeln. Sein Sohn sei scheinbar mit einem Kollegen unterwegs gewesen, den er selber nicht kenne und auch auf dem Facebook-Account nicht als Freund aufgelistet sei ( zum Artikel » ).

Personen oder Autos gesehen?
Im Zusammenhang mit dem Leichenfund gelangen die Untersuchungsbehörden nun mit einem Zeugenaufruf an die Bevölkerung: «Wer hat in der Nacht von Mittwoch, 1. Juli 2009, auf Donnerstag, 2. Juli 2009, am Ufer des Zugersees – zwischen Rütli und Nisegg – eine oder mehrere Personen oder Autos beobachtet?» Hinweise seien direkt an die Kantonspolizei Schwyz, Telefonnumer 041 819 29 29, zu richten. Diese Angaben können zur Klärung des Leichenfundes beitragen, wie die Polizei in einem Communiqué schreibt.

Erhard Gick/scd