ARTH/KÜSSNACHT: Eine Lösung für die Mastenplage ist in Sicht

Der Bezirk Küssnacht und Kantonsrat Beat Ehrler kämpfen bei der Atel AG gegen neue Hochspannungsmasten im Bezirk an. Eine Verhandlung mit Aussichten?

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Im Bezirk Küssnacht (Bild Immensee) fliessen verschiedene Starkstromleitungen vorbei. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Im Bezirk Küssnacht (Bild Immensee) fliessen verschiedene Starkstromleitungen vorbei. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Ein grosser Teil der 380-Kilovolt-Hochspannungsleitung zwischen Brunnen und Küssnacht ist im Verlaufe der letzten Jahre beziehungsweise Monate erstellt worden. In Küssnacht formierte sich aber unlängst Widerstand gegen die neuen, teilweise bis zu 64 Meter hohen Gittermasten. «Die sollen in den Boden verlegt werden», fordert der Küssnachter SVP-Kantonsrat Beat Ehrler. Die Landschaft sei schon genügend verschandelt, so Ehrler weiter. «Hochspannungsleitungen können problemlos in den Boden verlegt werden, das ist keine Utopie», hält Ehrler weiter fest. Diesen Vorschlag will er jetzt gar wissenschaftlich belegen lassen, indem er in Deutschland ein unabhängiges Institut mit einer Studie über die Machbarkeit beauftragen will. «Es gibt heute Möglichkeiten, diese Hochspannungsleitungen von der Luft in den Boden zu verbannen. Davon wollen wir die Atel Netz AG überzeugen», bekräftigt Ehrler sein Vorhaben.

Bezirk steht hinter Ehrler
In diesem Zusammenhang stellt sich allerdings die Frage, ob der Bezirk Küssnacht es verschlafen hat, bei der Ausschreibung des Bauvorhabens beim Bundesamt für Energie und der Atel AG gegen das Freileitungsbauvorhaben zu intervenieren. André Guntern, Leiter des Küssnachter Bauamtes verneint. «Der Bezirk hat bei der Planauflage bewusst keine Einsprache erhoben, da nicht davon ausgegangen werden konnte, dass unsere Anliegen auch eine reelle Chance gehabt hätten.» Guntern will mit dem Bezirk und Einsprecher Ehrler jetzt vielmehr eine Lösung am Verhandlungstisch anstreben. «Die Aussichten stehen recht gut, wir stehen allerdings am Anfang der Verhandlungen mit der Atel AG», schildert Guntern das Vorgehen. Guntern weiss aber, dass es in erster Linie den Goodwill der Atel braucht, um eine Lösung des Problems zu erwirken. Aber auch Guntern ist der Ansicht, dass die neuen Leitungen im Bereich Küssnacht in den Boden verlegt werden können.

Erhard Gick

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung.