ASYL: Ingenbohl plant Neubau für Asylbewerber und Flüchtlinge

Im Kanton Schwyz will die Gemeinde Ingenbohl für die Unterbringung von Asylsuchenden und Flüchtlingen ein eigenes Haus bauen. Der Gemeinderat plant ein vierstöckiges Gebäude mit 50 Wohneinheiten.

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Bewohner eines Asylheims sitzen auf ihren Betten. (Bild: Keystone)

Bewohner eines Asylheims sitzen auf ihren Betten. (Bild: Keystone)

Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung vom 14. Dezember einen entsprechenden Kredit von 3,1 Millionen Franken, wie die Gemeinde am Donnerstag mitteilte. Die Stimmbürger sollen schliesslich am 28. Februar 2016 definitiv über das Geschäft entscheiden. Realisiert werden soll die gemeindeeigene Asylunterkunft bis Ende 2016.

Das neue Haus soll auf dem Grundstück über der Zivilschutzanlage entstehen. Die Wohnungen sollen so ausgestaltet werden, dass sie bei weniger Bedarf durch Flüchtlinge auch anderweitig als kostengünstiger Wohnraum genutzt werden können.

Ingenbohl betreut seit August 2015 insgesamt 86 Asylsuchende und Flüchtlinge. Seit 2010 hatte sich deren Zahl verdoppelt. Mit den gegenwärtig verfügbaren Kapazitäten an eigenem und gemietetem Wohnraum sei die Aufgabe nicht mehr zu bewältigen, heisst es in der Mitteilung.

Neben einem Neubau prüfte die Gemeinde auch Lösungen auf dem Wohnungsmarkt sowie eine Kollektivunterkunft. Ein Neubau sei kostengünstig, flexibel nutzbar und für die Gemeinde eine nachhaltige Investition, argumentiert der Gemeinderat. (sda)