ASYL: Standorte für Bundeszentren in Prüfung

Bis Ende Jahr soll klar sein, wo der Bund seine neuen Asylzentren einrichtet. Die Zentralschweizer Kantone und das Tessin haben zusammen mit dem Bund eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingesetzt, die Standorte prüft und einen Planungsentwurf erstellt.

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Bund, Kantone und Gemeinden haben sich Ende März an einer "Asylkonferenz" darauf geeinigt, wie das Asylwesen neu konzipiert werden soll. Ziel ist es, die Mehrheit der Asylverfahren in Zentren des Bundes rechtskräftig abzuschliessen, so dass die Kantone weniger Asylbewerber aufnehmen müssen.

Für das neue Regime wurde die Schweiz in sechs Asylregionen aufgeteilt. Eine dieser Regionen ist die Region Zentral- und Südschweiz mit den Kantonen Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Zug und Tessin. In diesen sieben Kantonen sollen Bundeszentren mit total 690 Plätze bereitgestellt werden.

Die Zentralschweizer Sozialdirektoren und der Tessiner Regierungsrat Paolo Beltraminelli haben sich am 30. April mit dem Bundesamt für Migration und dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport ein erstes Mal getroffen, um die Standortfrage zu diskutieren, wie die Zentralschweizer Gesundheits- und Sozialdirektorenkonferenz (ZGSDK) am Mittwoch mitteilte.

Die Anwesenden hätten bekräftigt, dass sie diese Verbundaufgabe in der Asylregion Zentral- und Südschweiz gemeinsam lösten wollten. Das Bundesamt für Migration übernehme bei der Standortevaluation und -planung zusammen mit den Kantonen die Führung.

Bis Ende Sommer wird eine Arbeitsgruppe auf Verwaltungsebene nun Standorte für Bundeszentren prüfen und einen Planungsentwurf erstellen. Dieser werde dann von den Sozialdirektoren der Zentral- und Südschweiz diskutiert, heisst es in der Mitteilung. (sda)