Auf den Spuren der Schweizer Geschichte

Das Forum der Schweizer Geschichte in Schwyz zeigt eine neue Dauerausstellung zur Schweiz. Kostbare Objekte, virtuelle Guides und Rauminszenierungen machen Geschichte erlebbar.

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Im Forum Schweizer Geschichte in Schwyz wird die Entstehung der Schweiz erlebbar. (Bild: Keystone)

Im Forum Schweizer Geschichte in Schwyz wird die Entstehung der Schweiz erlebbar. (Bild: Keystone)

Das Forum der Schweizer Geschichte macht die Geschichte vom 12. bis zum 14. Jahrhundert fassbar. Unter dem Titel «Entstehung Schweiz, unterwegs vom 12. ins 14. Jahrhundert» geben verschiedene Medienstationen einen Einblick in die neue Dauerausstellung. Im Obergeschoss wird die Herrschaftsordnung in Mitteleuropa zum Thema erklärt. Ein Stockwerk tiefer kommen die Handelswege im Alpenraum zur Sprache.

Die Ausstellung vermittelt aber auch einen Überblick, wie die Menschen um 1300 in der Urschweiz gelebt haben. «Der Museumsbesuch soll zum Erlebnis werden», wie es in einer Mitteilung heisst. Die Ausstellung zur Geschichte der Entstehung der Schweiz sei ein Erlebnisparcours für die ganze Familie, heisst es weiter.

Für die Ausstellung hat die Betreiberin der Schweizer Nationalmuseen, das Eidgenössische Departement des Innern, insgesamt 3 Millionen Franken aufgewendet. Investiert ins Zeughaus wurden weitere 1,25 Millionen Franken.

Die neue Ausstellung im Forum der Schweizer Geschichte ist ab dem 29. Oktober jeweils von Dienstag bis Sonntag von 10-17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 10 Franken. Führungen sind möglich.

pd/rem

Der künstliche Wald als Geschichte der Waldstätte im 12. bis 14. Jahrhundert, mit virtueller Mueseumsführerin und Relikt eines Schwertes. (Bild: Andreas Oppliger / Neue SZ)
33 Bilder
Esel als Lasttier im 12. bis 14. Jahrhundert. (Bild: Andreas Oppliger / Neue SZ)
Tote, künstliche Kuh als Symbol für Fehden zwischen den alten eidgenössischen Ständen. (Bild: Andreas Oppliger / Neue SZ)
Ein Marktstand aus dem 13. Jahrhundert mit Gewürzen und Stoffen. (Bild: Andreas Oppliger / Neue SZ)
Der künstliche Wald als Geschichte der Waldstätte im 12. bis 14. Jahrhundert, mit künstlichen Bäumen, die sich öffnen lassen. (Bild: Andreas Oppliger / Neue SZ)
Virtuelle Begehung eines Saumweges. (Bild: Andreas Oppliger / Neue SZ)
Virtuelle und reale Mueseumsführerin. (Bild: Andreas Oppliger / Neue SZ)
Schild des Arnold von Brienz aus dem Kloster Seedorf um 1180-1225. (Bild: Andreas Oppliger / Neue SZ)
Ein lebensgrosse Figur eines Ritters, mit Originalkostümierung von 1390. (Bild: Andreas Oppliger / Neue SZ)
Ein liturgisches Buch von 1300. (Bild: Andreas Oppliger / Neue SZ)
Blick in die Ausstellung. (Bild: Keystone)
Blick in die Ausstellung. (Bild: Keystone)
Blick in die Ausstellung. (Bild: Keystone)
Blick in die Ausstellung. (Bild: Keystone)
Blick in die Ausstellung. (Bild: Keystone)
Blick in die Ausstellung. (Bild: Keystone)
Blick in die Ausstellung. (Bild: Keystone)
Blick in die Ausstellung. (Bild: Keystone)
Blick in die Ausstellung. (Bild: Keystone)
Blick in die Ausstellung. (Bild: Keystone)
Blick auf die Ritter-Grabplatte mit Harnischwand (Bild: pd/Schweizerisches Nationalmuseum)
Blick in die Ausstellung (Bild: pd/Schweizerisches Nationalmuseum)
Blick in die Ausstellung (Bild: pd/Schweizerisches Nationalmuseum)
Blick auf den Marktstand (Bild: pd/Schweizerisches Nationalmuseum)
Skriptorium (Bild: pd/Schweizerisches Nationalmuseum)
Medienstation «Kleiner Ritter» Kinder können in der Ausstellung mittelalterliche Waffen und Rüstungen nicht nur ansehen, sondern diese auch anfassen und anziehen. Im «Ritterraum» dürfen sie sich als edle Dame oder mit Helm und Harnisch als Ritter bekleiden und fotografieren lassen. (Bild: pd/Schweizerisches Nationalmuseum)
Olifant: 1199 schenkt Graf Albrecht III. von Habsburg dem Kloster Muri ein kostbares Elfenbeinhorn als Reliquienbehältnis. Kunstvoll beschnitzte Jagd- oder Signalhörner aus Elfenbein sind Insignien der Macht und Statussymbole erster Güte. Die meisten stammen aus byzantinischen oder islamischen Werkstätten. Jagd- oder Signalhorn, 11. Jhd oder 1. Hälfte 12. Jhd., Elfenbein. (Bild: pd/Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer)
Bündnis der Waldstätten: Ein wichtiges Bündnis schliessen Uri, Schwyz und Unterwalden sechs Jahre nach ihrer Formierung als Reichsvogtei «Waldstätten». Der im Dezember 1315 unterzeichnete Vertrag fördert das Wirtschaften am Vierwaldstättersee und sichert den Gotthardtransport. Bündnisurkunde, wohl zeitgenössische Abschrift, datiert 1316 (Bild: pd/Staatsarchiv Obwalden)
Kopfschutz: Der im ausgehenden 14. Jahrhundert von Adligen getragene, rund 2,5 Kilogramm schwere Helm deckt das Gesicht vollständig ab. Um dem Träger das Atmen zu erleichtern, wird das Visier zur «Hundeschnauze» verlängert. Zwei rechteckige, horizontale Sehschlitze gewähren die nötige Sicht. Hundsgugelhelm, um 1400, Eisen getrieben (Bild: pd/Schweizerisches Nationalmuseum)
Ritterliche Repräsentation: Der Schild mit dem Wappen der Herren von Brienz trägt Kampfspuren. Er ist einer der ältesten erhaltenen Schilde des Mittelalters. Das Adelsgeschlecht von Brienz verfügt in der Innerschweiz, also auf dem Weg zum Gotthard, über Lehensrechte. Schild des Arnold von Brienz, Seedorf, 1180-1225, Erlenholz, Leder, bemalt und blattversilbert. (Bild: pd/Schweizerisches Nationalmuseum)
Andacht und Kunst: Das Graduale ist das grösste liturgische Buch. Es vereint die Gesänge der Messe, die vom Chor lateinisch vorge-tragen werden. Das Exemplar aus dem Frauenkloster St. Katharinental gehört zu den bedeutendsten gotischen Kunstwerken seiner Zeit. Dominikanerinnenkloster St. Katharinental, Diessenhofen, um 1300, Pergamenthand-schrift, Einband 15. Jahrhundert. (Bild: pd/Schweizerisches Nationalmuseum)
Adelsgesellschaft: Nur Adlige haben das Recht auf Wappen, auf erbliche Zeichen ihres Geschlechts. Die Wappenrolle zeigt 28 Banner von Bistümern und 559 Wappen von hohen und niederen Adelsgeschlechtern vor allem aus dem Südwesten des Reiches. Im Zentrum das Wappen der Habsburger mit drei übereinanderliegenden roten Blumen. Wappenrolle, wohl Konstanz, um 1330, Pergament (Bild: pd/Schweizerisches Nationalmuseum)
Neue Münzen: Im Hochmittelalter werden in Europa nur Silberpfennige geprägt. Mit dem Aufschwung des Handels steigt der Bedarf nach Münzen mit stabilem und höherem Wert. So prägt Venedig Ende des 12. Jahrhunderts die ersten Silbergroschen im Wert von mehreren Pfennigen. 1252 führen Genua und Florenz Goldmünzen ein, den Genovino und den Fiorino (Gulden). Letzterer ist ein 3,54 Gramm schweres Goldstück, das zum «Dollar» des Spätmittelalters wird. Fiorino d'oro (Gulden), Florenz, 1341, Gold. (Bild: pd/Schweizerisches Nationalmuseum)

Der künstliche Wald als Geschichte der Waldstätte im 12. bis 14. Jahrhundert, mit virtueller Mueseumsführerin und Relikt eines Schwertes. (Bild: Andreas Oppliger / Neue SZ)