Auf Feld statt aufs Arbeitsamt

Die Schweizer Bauern setzen Tausende von Billigarbeiter aus dem Ausland ein. Die Arbeit sollen junge Arbeitslose verrichten, fordert der Luzerner FDP-Nationalrat Otto Ineichen.

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Der Luzerner FDP-Nationalrat Otto Ineichen auf dem Feld. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der Luzerner FDP-Nationalrat Otto Ineichen auf dem Feld. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Schulabgänger, die ohne Lehrstelle sind, sollen ins landwirtschaftliche Lehrjahr. Dies verlangt der Luzerner FDP-Nationalrat Otto Ineichen in einer Motion, die er in der kommenden Wintersession einreichen wird. «Es kann einfach nicht sein, dass Jahr für Jahr Tausende von Erdbeerpflückern aus der EU in die Schweiz einreisen und hier bleiben, während gleichzeitig etwas 4000 Schulabgänger keine Lehrstelle finden», sagt er gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag».

Ineichen sieht für die Jugendlichen eine Chance darin, dass sie durch das landwirtschaftliche Lehrjahr doch noch den Einstieg ins Berufsleben finden. «Das könnte eine Chance sein, um die Zahl der Ausgesteuerten und Sozialhilfebezüger massiv zu reduzieren», ist er überzeugt. Ineichen kann mit seiner Stiftung Speranza, die arbeitslosen Jugendlichen hilft, auf erste positive Erfahrungen zurückgreifen.

Ineichen stösst mit seinem Anliegen bei Bauernverbandspräsident Hansjörg Walter auf offene Ohren. Er wird die Motion unterstützen, warnt aber vor falschen Illusionen. Sämtliche Schulabgänger, die ohne Lehrstelle dastehen würden, könnten nicht aufgenommen werden. Die Schulabgänger müssten schliesslich gut betreut werden. Zudem würden sich nicht alle Jugendlichen für die Arbeit eignen.

bu/kst

<em>Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.</em>