Aufarbeitung belasteter Standorte im Gang

Die «belasteten Standorte» des Kantons sind in einer Datenbank erfasst und öffentlich einsehbar. Bei etwas mehr als der Hälfte der circa 700 eingetragenen alten Deponien, Betriebs- und Unfallstandorten oder Kugelfängen von Schiessanlagen muss abgeklärt werden, ob eine Gefährdung für die Umwelt besteht.

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Eine Abfalldeponie im Kanton Schwyz. Das Bild entsand in den 1960er-Jahren. (Bild: pd)

Eine Abfalldeponie im Kanton Schwyz. Das Bild entsand in den 1960er-Jahren. (Bild: pd)

Die rasante Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung in den letzten hundert Jahren hat auch im Untergrund Spuren in Form von Schadstoffen hinterlassen. Die Belastungen stellen nicht nur für die Umwelt eine Gefährdung dar, sondern sind auch für Grundeigentümer, Investoren und Banken oftmals ein finanzielles und planerisches Risiko.

Wie das Amt für Umweltschutz (AfU) des Kantons Schwyz weiter schreibt, sei das Ziel der 1998 in Kraft gesetzten Altlasten-Verordnung, in den nächsten 25 Jahren mit den „Sünden von gestern“ aufzuräumen. Eine Schlüsselrolle haben die Kantone, die dafür zu sorgen haben, dass belastete Standorte untersucht und nötigenfalls saniert werden. Ebenso ist es Aufgabe der Kantone einen öffentlich zugänglichen Kataster der belasteten Standorte zu führen.

Laufend aktualisierter Kataster

Die Erstellung des Katasters wurde in Schwyz früh an die Hand genommen und konnte 2005 abgeschlossen werden. Der Kataster wird laufend aktualisiert. Auf dem Geoportal des Kantons Schwyz sind die belasteten Standort unter Angabe der betroffenen Liegenschaften für jedermann einsehbar (www.sz.ch/kbs).
Auf Schwyzer Boden seien ungefähr 190 kommunale oder private Abfall- Ablagerungen, 400 umweltrelevante Industrie- und Gewerbestandorte sowie 100 Kugelfänge von Schiessanlagen eingetragen.

Bei einem Teil dieser Standorte müsse in den nächsten Jahren mit einer Voruntersuchung abgeklärt werden, ob eine Gefährdung von Grundwasser, Oberflächengewässer, Boden oder der Raumluft in bewohnten Gebäuden besteht. Ist dies der Fall, wird aus einem belasteten Standort eine Altlast, die saniert werden muss, so das AfU.

Seit 2009 fordere das man sukzessive die Eigentümer von betroffenen Grundstücken oder, wo bereits bekannt, die eigentlichen Verursacher einer Belastung auf, die erforderliche Voruntersuchung durchzuführen. Auch Bauprojekte auf belasteten Standorten würden in der Regel eine Untersuchung auslösen, damit unangenehme Überraschungen während der Bauphase vermieden werden können.

Informationen zu den belasteten Standorten sowie den Kataster etc. finden Sie auf www.sz.ch/kbs.