Aushub innerhalb des Bezirks deponieren

Wo gebaut und gegraben wird, fällt Aushub an. Doch wohin damit? Die drei Höfner Gemeinden haben mögliche Standorte für Deponien evaluiert und dem Kanton ein Konzept zur Prüfung zugestellt.

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Visualisierung «nachher» am Beispiel der Deponie Schellhammer. (Bild: PD)

Visualisierung «nachher» am Beispiel der Deponie Schellhammer. (Bild: PD)

In der Höfe fallen pro Jahr rund 100‘000 Kubikmeter Aushubmaterial an. Aktuell muss das Aushubmaterial aus der Höfe in angrenzende Regionen und das nahe Ausland gefahren werden, da Deponieraum innerhalb des Bezirks fehlt. Eine Ergänzung des kantonalen Richtplans soll in Zukunft dafür sorgen, dass Höfner Aushubmaterial sinnvollerweise innerhalb des Bezirks deponiert werden kann. Gemeinsam haben Feusisberg, Wollerau und Freienbach die Planung in Angriff genommen und verschiedene Standorte für Deponien evaluiert, heisst es in einer medienmitteilung er Gemeinde Freienbach vom Montag. Das Konzept zur Materialbewirtschaftung Höfe wurde dem Kanton zur Prüfung durch die zuständigen Ämter zugestellt.

Lösung bis ins Jahr 2030

Die Ziele für das Konzept wurden vom Kanton vorgegeben: Die erarbeitete Lösung soll genügend Deponievolumen bis ins Jahr 2030 gewährleisten. Die Deponien sollen zudem möglichst in allen drei Höfner Gemeinden zur Verfügung stehen, damit der Transport des Materials möglichst kurz ausfällt. Das Höfner Konzept erfüllt die hohen Anforderungen an die Deponien, welche das Amt für Umweltschutz stellt. Dadurch wird gewährleistet, dass beispielsweise der Landschaftsschutz, Naturschutz oder Gewässerschutz gewahrt bleibt.

Visualisierung «nachher» am Beispiel der Deponie Schellhammer. (Bild: PD)

Visualisierung «nachher» am Beispiel der Deponie Schellhammer. (Bild: PD)














Nächste Verfahrensschritte

Die drei Gemeinden haben dieses Konzept in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Amt für Umweltschutz erarbeitet und überreichen damit dem Kanton ihren Antrag zur Ergänzung des Richtplans zur Prüfung. Die Koordination mit Vertretern einzelner Verbände hat stattgefunden, sodass die Verbände die Projekte von Anfang an begleiten können. Der Kontakt mit den Grundeigentümern besteht bereits. Bevor die weiteren Schritte wie nötige Umweltverträglichkeitsberichte und weitere Detailabklärungen für eine Umsetzung in Angriff genommen werden können, bedarf es des Grundsatzentscheids des Kantons. Zu einem späteren Zeitpunkt folgt dann eine Richtplanänderung.

Fünf Standorte haben erste Priorität:
- Wollerau: Schellhammer (150‘000 m3; Teilzonenplan zurzeit in Bearbeitung), Neumühle (130‘000 m3)
- Freienbach: Tal (800‘000 m3; Erschliessung in Absprache mit Altendorf), Talweid (100‘000 m3)
- Feusisberg: Sagenbach / Ried (100‘000 m3)

Weitere zwei Standorte bedürfen noch weitergehender Abklärungen:
- Feusisberg/Freienbach: First-Halten (600‘000 – 1‘200‘000 m3)
- Wollerau: Flachwasserzone (Volumen noch unbestimmt)

pd/zim