Ausnüchtern auf eigene Kosten

Wer im Vollrausch von der Polizei aufgegriffen wird, kann auf Kantonskosten ausnüchtern. Das will die CVP-Fraktion im Schwyzer Kantonsrat nun ändern.

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Blick in eine Ausnüchterungszelle der Schwyzer Polizei. (Bild: Archiv Sven Gallinelli/Neue SZ)

Blick in eine Ausnüchterungszelle der Schwyzer Polizei. (Bild: Archiv Sven Gallinelli/Neue SZ)

Wer im Vollrausch von der Polizei aufgegriffen wird, kann auf Kantonskosten ausnüchtern. Nun fordert die CVP-Fraktion im Schwyzer Kantonsrat eine Praxisänderung der Schwyzer Polizei: Sie soll jenen Personen jeweils eine Rechnung stellen, die in einer Zelle des Sicherheitsstützpunkts in Biberbrugg ausgenüchtert werden mussten. Die Kantonsräte Marianne Betschart aus Ibach und Adrian Dummermuth aus Goldau fordern dies in einem am Freitag eingereichten Postulat. Sie bitten den Regierungsrat, «die nötigen Massnahmen in die Wege zu leiten, damit in Zukunft eine Ausnüchterung in Biberbrugg auf Kosten des Verursachers geht».

So läuft dies auch im Nachbarkanton Zürich. Dort allerdings werden die Kosten für die Ausnüchterung vollständig auf die Benutzer abgewälzt. Wer nach dem nächtlichen Aufenthalt wieder auf den eigenen Beinen stehen kann und entlassen wird, zahlt für das Ausnüchterungslogis 950 Franken. Ein ähnlicher Vorstoss wurde von Luzerns Regierung positiv beantwortet. Allerdings wollen sie erst die Zürcher Erfahrungen auswerten.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.