AUSSERSCHWYZ: Die Gemeinde kauft 21 Alterswohnungen

Urnengänge im äusseren Kantonsteil: Meist resultierten Ja-Mehrheiten, in Altendorf gab es aber ein Nein.

S.
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Eine Abstimmungsvorlage in Wolleraubetraf den höchsten Geldbetrag, der in Ausserschwyzer Gemeinden am Wochenende zur Debatte stand. Wollerau hiess mit 1749 Ja gegen 769 Nein einen Kredit von 22,3 Millionen Franken gut. Damit kann jetzt die Gemeinde in einer neuen Grossüberbauung Bächlipark insgesamt 21 schlüsselfertige Alterswohnungen samt weiteren Räumen, unter anderem auch für einen Kindergarten, kaufen. Bis Ende 2016 soll die Überbauung fertig sein.

Die Nachbargemeinde Freienbachstimmte einer Vorlage zur Liegenschaft Wilhelmshof in Pfäffikon zu. Der Entscheid fiel mit 3503 Ja gegen 1309 Nein. Die Gemeinde kann nun diese Liegenschaft mit einem Zweifamilienhaus für 930 000 Franken kaufen. Wegen der schlechten Wohnlage direkt an der Autobahn soll das Haus für Notwohnungen bereitstehen.

Lachenschuf am Abstimmungssonntag mit einer Vorlage mehr Platz für die Kindergärten. Denn entgegen dem kantonalen Trend hat Lachen in den kommenden Jahren steigende Schülerzahlen. Darum soll ein Kindergarten in der Gerbi saniert und erweitert werden, zudem soll im alten EW-Gebäude ein Kindergarten-Provisorium entstehen. Der notwendige Kredit wurde mit 1758 Ja gegen 383 Nein gutgeheissen.

Abgelehnt wurde in Altendorfeine Vorlage für die Neugestaltung des Dorfplatzes. Dabei war auch vorgesehen, die angrenzenden Strassen in die Umgestaltung einzubeziehen. Die Stimmberechtigten schickten das 717 000 Franken teure Vorhaben jetzt aber mit 1138 Nein gegen 838 Ja bachab. Schon an der Gemeindeversammlung war Opposition gegen das Projekt laut geworden, die Bürger wollten nicht, dass da Hindernisse geschaffen würden. Gemeindepräsident Ruedi Keller kommentierte das Resultat so: «Dann bleibt unser Dorfplatz halt ein Flickwerk.» Beim gleichen Urnengang wählte Altendorf Roger Spieser als neuen Gemeindeschreiber.

In mehreren Gemeinden in Ausserschwyz wurde auch über die SVP-Initiative «Einbürgerungen durch die Gemeindeversammlung» abgestimmt. Vorderthal, Galgenen, Schübelbach und Tuggenhiessen die Initiative gut und entscheiden über das Bürgerrecht weiterhin abschliessend an der Gemeindeversammlung. In anderen, vor allem grösseren Gemeinden im Kanton Schwyz, wurde dieser Entscheid seit Neujahr einer Bürgerrechtsbehörde oder einer Kommission übertragen.