AUSSERSCHWYZ: Gericht stoppt Wohnbauprojekt in Nuolen

Der Zürichsee kann in der Gemeinde Wangen nicht für die Realisierung einer Wohnüberbauung aufgeschüttet werden. Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz hat Beschwerden gegen die Baubewilligung für die Testufer gutgeheissen.

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Die Überbauung in Nuolen kommt nicht. (Bild: PD / Ripa Inculta)

Die Überbauung in Nuolen kommt nicht. (Bild: PD / Ripa Inculta)

Dies teilten am Mittwoch die Gemeinde Wangen und die beschwerdeführende Organisation aqua viva rheinaubund mit. Der Entscheid des Verwaltungsgerichtes ist noch nicht rechtskräftig. Die Firma Kibag, die die Überbauung realisieren möchte, will ihn ans Bundesgericht weiterziehen, wie der zuständige Projektleiter des Unternehmens im Regionaljournal SRF sagte.

Die Überbauung in Nuolen kommt nicht. (Bild: PD / Ripa Inculta)

Die Überbauung in Nuolen kommt nicht. (Bild: PD / Ripa Inculta)

Das Gelände des Kieswerks Kibag am Ufer des Zürichsees in Wangen sollte auf einer Fläche von 51'000 Quadratmetern umgestaltet werden. Geplant waren in Nuolen See eine Siedlung mit rund 60 Wohneinheiten, ein neuer Bootshafen, öffentliche Wege sowie Flachwasserzonen. Daneben plante die Gemeinde auf der Halbinsel Nuolen ein Schwimmbad.

Verstoss gegen Gewässerschutz

Das Gericht kam gemäss den Mitteilungen zum Schluss, dass das Vorhaben mit den seit 2011 geltenden Gewässerschutzbestimmungen nicht mehr vereinbar ist. Das öffentliche Interesse am Schutz der Gewässer wird somit höher gewichtet als die privaten Interessen am Erhalt der bestehenden Planungen, die über zehn Jahre gedauert haben.

Der Gemeinderat von Wangen will nun die Folgen des Gerichtsentscheides analysieren, etwa was die Verträge der Gemeinde mit der Kibag anbelangt. In diesen geht es unter anderem um den Abbau der Anlagen.

Erfreut zeigen sich die Beschwerdeführer. Die Planung in diesem Gebiet müsse nun von einem neuen Standpunkt aus betrachtet werden, in der die Interessen der Natur und der Öffentlichkeit mehr Gewicht erhalten würden. (sda)

So hätte das Projekt im Hafen von Nuolen ausgesehen. (Bild: PD / Ripa Inculta)

So hätte das Projekt im Hafen von Nuolen ausgesehen. (Bild: PD / Ripa Inculta)