AUSSERSCHWYZ: Nuoler ziehen die Beschwerde weiter

Die Nuoler Einsprecher ziehen ihre Beschwerde gegen die Verlängerung der Kiesabbaubewilligung ans Verwaltungsgericht weiter. Damit wollen sie die geplante 600-Meter-Uferüberbauung verhindern.

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Grafik der Uferüberbauung in Nuolen. (Grafik pd)

Grafik der Uferüberbauung in Nuolen. (Grafik pd)

Der Schwyzer Regierungsrat hat vor zwei Wochen mitgeteilt, dass er materiell auf die Einsprache zur Kiesabbauverlängerung nicht eingehen wolle. Dies, weil der Rechtsanwalt der 30 Nuoler Einsprecher deren Einsprache zurückgezogen habe.

Die Nuoler Bürger ziehen die Einsprache nun ans Verwaltungsgericht weiter, wie die «IG Nuolen natürlich!» bekannt gibt. Ihr Anwalt habe die Einsprache eigenmächtig zurückgezogen und sich von der Steinbruchfirma Kibag AG, der Gegenpartei der Nuoler Einsprecher, «für alte Aufwendungen» mit rund 12'000 Franken bezahlen lassen.

Als die Nuoler Bürger Mitte September 2008 erfuhren, dass der Anwalt ohne ihr Einverständnis ihre Einsprache zurückgezogen hatte, teilten diese dem Gemeinderat Wangen gleichentags schriftlich mit, dass der Rückzug nicht gültig sei. Trotzdem erteilte der Gemeinderat neun Tage später der Kibag die Verlängerung zum Kiesabbau, so die «IG Nuolen natürlich!» weiter.

Die Kibag benötigt die Kiesabbaubewilligung, um eine 600 Meter lange Uferüberbauung realisieren zu können. Diese ist den Einsprechern jedoch ein Dorn im Auge, weil so die Naturschönheit vernichtet würde.

ost