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AUTOBAHN: Schwyz will neue Anschlüsse

Die Schwyzer Regierung setzt sich in Bern für eine bessere Strasseninfrastruktur ein – und benennt einen Favoriten.
Jürg Auf der Maur
Autobahn Symbolbild (Bild: Stefan Kaiser/ZZ)

Autobahn Symbolbild (Bild: Stefan Kaiser/ZZ)

Die Schwyzer Regierung will, dass die Verkehrsinfrastruktur für den Kanton Schwyz langfristig sichergestellt und verbessert wird. Das macht sie in ihrer Vernehmlassung zum Sachplan Verkehr gegenüber dem Bund deutlich, die kürzlich nach Bern abgeschickt wurde.

Konkret geht es um zwei Anschlüsse ans Autobahnnetz. Die Schwyzer Regierung zeigt in ihrer Stellungnahme zwar Verständnis, dass der Bund aufgrund der heutigen Finanzlage nicht alle Wünsche der Kantone erfüllen kann und deshalb Prioritäten setzen muss. Dieses Denken könne aber schnell zu Lasten der Randregionen gehen, heisst es in der Vernehmlassung. «Bei einer reinen Kosten-Nutzen-Priorisierung haben diese oft das Nachsehen und erleiden bei der Finanzierung der Strasseninfrastruktur Nachteile», mahnt die Schwyzer Regierung und betont: «Deshalb ist auch den regionalpolitischen Bedürfnissen Beachtung zu schenken.» Die Regierung beantragt nun, den Grundsatz «Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit» durch den Zusatz zu ergänzen, dass «regionalpolitische Bedürfnisse angemessen zu berücksichtigen» seien.

Konkret setzt sich die Schwyzer Regierung für einen neuen Autobahnanschluss «Schwyz Mitte» und für einen «Halbanschluss Arth» ein. Noch ist unklar, wo genau «Schwyz Mitte» zu liegen käme, doch im Visier ist der Raum zwischen dem bestehenden Autobahnanschluss Seewen und Brunnen. Dabei handle es sich um ein langfristiges Projekt, macht Landammann und Baudirektor Othmar Reichmuth klar. Er geht davon aus, dass ein solcher Anschluss noch jahrzehntelang nicht gebaut wird. Erst wenn die neue Axenstrasse fertig und das Verkehrsaufkommen entlang der Urmibergachse abgeschätzt werden könne, werde «Schwyz Mitte» definitiv zum Thema. Dazu komme auch, dass der Bund derzeit die A4 in Innerschwyz saniere, ohne neue Anschlüsse zu bauen. Reichmuth: «‹Schwyz Mitte› wird wohl sinnvollerweise und frühestens bei einer nächsten Totalsanierung gebaut, was wohl erst in 30, 40 Jahren der Fall sein dürfte.»

Breite Unterstützung für den Halbanschluss

Einen ganz anderen Zeitplan sieht die Regierung für den Halbanschluss Arth vor. Dieser wäre «einfach und schnell realisierbar», sagt Reichmuth. Für die Regierung habe dieses Vorhaben deshalb «eindeutig Priorität». Hier sieht sich die Regierung mit ihrer Forderung auch von der Bevölkerung gestützt: «Dass dieses Vorhaben in der Bevölkerung auf breite Unterstützung stösst, zeigen zwei parlamentarische Vorstösse im Kantonsrat.»

Die Schwyzer Regierung hofft nun, dass der Bund beide Schwyzer Anliegen in den Sachplan Verkehr aufnimmt. Das wäre dann der erste Schritt, quasi ein Versprechen von Bern, diese Vorhaben dereinst zu realisieren.

Jürg Auf der Maur

zentralschweiz@luzernerzeitung.ch

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