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BÄR IM YBRIG: Fotofallen sollen Klarheit bringen

In den Augen des Schwyzer Jagdvorstehers Thomas Fuchs deutet vieles darauf hin, dass sich im Gebiet Hoch-Ybrig tatsächlich ein Bär herumtreibt. Noch aber fehlt «ein sicherer Nachweis». Die Fotofallen sind gestellt.
Diese Sichtung im Hoch-Ybrig sorgt für Aufsehen. (Bild: André Marty)

Diese Sichtung im Hoch-Ybrig sorgt für Aufsehen. (Bild: André Marty)

«Wir sind aus allen Wolken gefallen, als wir am Wochenende die Bären-Bilder zu sehen bekommen haben», sagt Thomas Fuchs, Vorsteher des Amts für Natur, Jagd und Fischerei, heute Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Der TV-Sender TeleZüri hatte am Samstag Aufnahmen einer Bauernfamilie im Gebiet Hoch-Ybrig gezeigt. Auf den Fotos ist ein schwarzes Tier in einer mit Schnee bedeckten Rinne eines Berghangs zu sehen. Das Tier gleicht einem Bären. Die Bilder sollen aus dem Wander- und Skigebiet Hoch-Ybrig in unmittelbarer Nähe zu den Bergbahnen stammen.

Obschon viel darauf hindeute, dass auf den Bildern ein Bär sei, reichten ihm diese als Nachweis nicht, sagte Fuchs. «Wenn nach 212 Jahren wieder einmal ein Bär in unserem Gebiet sein soll, möchte ich handfeste Beweise vorlegen können», sagte er. Schliesslich wäre es in der Schweiz der erste Bär auf der Alpennordseite seit der Ausrottung des Grossraubtieres.

Um die Anwesenheit des Bären bestätigen zu können, wurden im vermuteten Gebiet bereits mehrere Fotofallen aufgestellt. Zudem habe man intensiv nach Spuren gesucht. Bislang aber erfolglos. «Wir fanden keinen Kot, keine Spuren im Schnee, nichts», sagte Fuchs. Er hofft, baldmöglichst einen DNA-Test durchführen zu können.

Der Jagdvorsteher unterhielt sich übers Wochenende auch mit den zuständigen Personen in Graubünden, wo im Juli 2005 der erste Braunbär nach 150 Jahren beobachtet worden war und wo es seither fast jährlich Sichtungen gegeben hat. «Anhand der letzten Sichtung im Bündnerland könnte es schon sein, dass der Bär den Weg in den Kanton Schwyz zurückgelegt hat», sagte Fuchs.

Eigenartig sei einfach, dass auf dieser vermuteten Strecke kein einziger Hinweis auf die Existenz des Bären gesichtet worden ist. «Ein so grosses Tier wie der Bär hinterlässt normalerweise deutliche Spuren», ist der Jagdvorsteher überzeugt.

Sobald die Existenz dieses Bären definitiv bestätigt sei, werde die Bevölkerung weiter informiert. Wer den Bären sichtet oder Spuren findet, solle sich unmittelbar bei der Wildhut melden.

So verhält man sich richtig

Dass ein Bär nun im Kanton Schwyz gesichtet wurde, dürfte auch für Verunsicherung sorgen. Wie verhält man sich gegenüber dem Raubtier? «Begegnet man einem Bären, sind Verhaltensregeln unabdinglich», sagt Tierarzt Martin Wehrle vom Tierpark Goldau. «Wichtig ist, sich ruhig zu verhalten und sich langsam zurückzuziehen. Nicht davonrennen, das könnte das Tier erschrecken», sagt Wehrle. Und Selfies mit dem Bären, wie das im Bündnerland vorgekommen sei, seien bei einer Bärenbegegnung fehl am Platz und könnten einen gefährden. «Man darf sich aber darüber freuen, einen Bären gesichtet zu haben», so Martin Wehrle.

sda/eg

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