BAG will Laserpointer verbieten

Gefährliche Lasterattacken aus dem Hinterhalt machen Lokführern und Piloten seit längerem zu schaffen. Jetzt kam es erstmals auch im Kanton Nidwalden zu einem Angriff.

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Solche Laserpointer können zur Gefahr werden. (Bild: PD)

Solche Laserpointer können zur Gefahr werden. (Bild: PD)

Seit Anfang Mai ist es verboten, starke Laserpointer der Klassen 3B und 4 in der Schweiz zu verkaufen. Wer einen solchen aber im Ausland bestellt oder kauft, macht sich dadurch noch nicht strafbar. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) prüft nun, wie diese Gesetzeslücke geschlossen werden kann.

Denn Attacken mit Laserpointern führen immer wieder zu brenzligen Situationen. Werden die gebündelten Strahlen direkt aufs Auge gerichtet, kann das zu schweren Netzhautschädigungen führen. Bei den SBB werden mittlerweile pro Woche mehrere Fälle registriert, bei denen Lokführer geblendet werden. Seit Anfang Jahr wurden bereits 70 Fälle gemeldet. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt stellte in den letzten Wochen in der Luftfahrt eine Häufung fest. Erst am letzten Montag wurde in Nidwalden ein Postautochauffeur dermassen geblendet, dass er mehrere Tage arbeitsunfähig war. Der Luzerner Polizei wurden dieses Jahr bereits sechs Fälle gemeldet. Rega und SBB prüfen nun Schutzmassnahmen, um ihre Mitarbeiter besser für den Laserattacken schützen zu können.

Nicht nur Jugendliche

In Nidwalden wird vermutet, dass es sich bei den Tätern um eine Gruppe von Jugendlichen handelt, die sich einen gefährlichen Halloweenstreich erlaubten. Die Ermittlungen laufen noch.Bei den Tätern handelt es sich aber mitnichten immer um Jugendliche. Mitte Oktober wurde ein 37-jähriger Schweizer verurteilt, der die Insassen zweier Militärhelikopter über Vevey blendete. Er wurde mit einer Geldstrafe, Busse und Kostenübernahme bestraft und muss nun mehrere tausend Franken bezahlen.

Auch in Obwalden wurde vor zwei Jahren ein 37-Jähriger in flagranti erwischt, der mit einem Laserpointer der über längere Zeit Piloten eines Militärhelikopters blendete, welche über dem Sarnersee Nachflüge durchführten.

Barbara Inglin

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