«BAHN 2030»: Bahn 2030: Bahnkunden sollen mehr bezahlen

Die Verkehrsdirektorenkonferenz der Zentralschweiz unterstützt den vom Bundesrat geplanten befristeten Ticket­zuschlag für das Projekt Bahn 2030.

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Passanten im Bahnhof Luzern. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Passanten im Bahnhof Luzern. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Nachdem die Zentralschweizer Regie­rungen die Kernprojekte für Bahn 2030 definiert haben (Axentunnel, Zimmerberg-Basistunnel und Tiefbahnhof Luzern), nehmen die Direktoren des öffentlichen Verkehrs Stellung zu den Finanzierungs­fragen.

Die Zentralschweizer Direktoren des öffentlichen Verkehrs (ZKöV) befürwor­ten insbesondere einen befristeten Aufschlag auf die Billettpreise zugunsten besserer Infrastrukturen.

Die Bereitschaft der Bahnkunden zu diesem Schritt werde zum Prüfstein für die Realisierung der grossen Bahnprojekte, betont die Konferenz in einer Mitteilung vom Dienstag. Als weitere Finanzierungsquelle sei auch eine befristete Erhöhung der Mehrwertsteuer zu prüfen.

Langfristige Investition von 21 Milliarden
Der Verfassungsauftrag der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene benötige nicht zuletzt die Mittel der Schwerverkehrsabgabe LSVA. Falls die kürzlich vom Bundesverwaltungsgericht bestätigte Kürzung rechtskräftig werde, müsse das bisherige LSVA-Niveau notfalls mit einer Gesetzesan­passung wieder erreicht werden, wird betont.

Die Zentralschweizer Konferenz der kantonalen Direktoren des öffentlichen Verkehrs spricht sich schliesslich klar für die vom Bund vorgeschlagene erste Variante mit dem grossen Paket von 21 Milliarden Franken für die Innerschweizer Bahnprojekte bis 2030 aus.

Die auf den ersten Blick grosse Summe relativiere sich durch den langfristigen Nutzen für den Regionalverkehr und insbesondere für die Berufspendler. Damit auch die Abschreibungen über Generationen erfolgen könnten, müssten die bisherigen Abschreibungsregeln überdacht werden.

ap