BAHN 2030: Tiefbahnhof Luzern: Der Bund warnt

Die SBB und der Bund haben die Kantone am Freitag über das Ausbauprojekt Bahn 2030 informiert. «Etwas ernüchtert» war der Nidwaldner Volkswirtschaftsdirektor Gerhard Odermatt nach der Sitzung.

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Gerhard Odermatt, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Nidwalden. (Archivbild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Gerhard Odermatt, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Nidwalden. (Archivbild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Für die drei wichtigen Zentralschweizer Anliegen, den Tiefbahnhof Luzern, die Axenstrecke und den Zimmerbergtunnel zwischen Baar und Thalwil, gab der Bund keine Versprechen ab. Im Gegenteil: «Uns wurde klar signalisiert, dass die Zentralschweizer Kantone den Tiefbahnhof zwar vorfinanzieren können, aber der Bund nur dann Beiträge zurückzahlt, wenn der Bundesrat das Projekt genehmigt hat», sagt Odermatt.

Der Zuger Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel sieht immerhin auch einen positiven Aspekt: Der Bund habe zugesichert, dass verschiedene Varianten der Linienführung auf der heute noch einspurigen Zimmerbergstrecke mit allen Vor- und -Nachteilen geprüft würden.

Das Bundesamt für Verkehr muss zuhanden des Bundesrats zwei Varianten mit Investitionen von 12 respektive 21 Milliarden Franken ausarbeiten.

Fabian Fellmann/Neue LZ