BAHNSTROM: Übergangskonzession für Bahnstrom-Kraftwerk Etzel

Die SBB und die Konzessionsgeber sollen ohne Zeitdruck über die künftige Stromproduktion im Etzelwerk verhandeln können. Der Schwyzer Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat, eine Übergangskonzession von 2017 bis 2022 zu genehmigen.

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Das Etzelwerk am Sihlsee. (Bild: PD)

Das Etzelwerk am Sihlsee. (Bild: PD)

Die von den Kantonen Schwyz, Zürich und Zug sowie den Schwyzer Bezirken Einsiedeln und Höfe verliehene Etzelwerkkonzession läuft nach einer Laufzeit von total 80 Jahren 2017 aus. Im Etzelwerk am Sihlsee produziert die SBB Strom.

Seit 2013 wird über eine neue Konzession verhandelt. Weil die Verhandlungen nicht bis 2017 abgeschlossen werden können, soll eine Übergangskonzession der SBB ermöglichen, weiterhin und ohne Unterbruch im Etzelwerk Strom zu produzieren, teilte die Schwyzer Staatskanzlei am Donnerstag mit.

Die Bezirke Einsiedeln und Höfe haben der Übergangskonzession im Februar zugestimmt. Der Schwyzer Regierungsrat beantragt nun dem Kantonsrat, dasselbe zu tun. In Zürich und Zug ist der Regierungsrat für dieses Geschäft zuständig.

Die Kantone hatten 2007 bekanntgegeben, den Konzessionsvertrag mit der SBB auslaufen zu lassen. Sie begründeten dies mit dem öffentlichen Interesse. Das Bundesgericht entschied aber 2012, dass das Etzelwerk auch nach dem Auslaufen der Konzession 2017 der SBB gehören wird und nicht an die Kantone übergeht. (sda)