BARTGEIER: Ikarus wohl an Leberversagen verendet

Bartgeier Ikarus, der seit letztem Sommer in der Innerschweiz umherstreifte, lebt nicht mehr. Nun sind die pathologischen Untersuchungen abgeschlossen.

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Bartgeier Ikarus in einer Voliere im Natur- und Tierpark Goldau. (Bild Martin Wehrle/pd)

Bartgeier Ikarus in einer Voliere im Natur- und Tierpark Goldau. (Bild Martin Wehrle/pd)

Pathologische Untersuchungen der Universität Bern zeigen, dass Ikarus an einer Nebennieren- und Herzmuskelentzündung litt, die möglicherweise auf eine frühere Virusinfektion zurückzuführen sind. Schliesslich führte ein Leberversagen zum Tod des erst zweijährigen Bartgeiers, wie die Stiftung Pro Bartgeier mitteilt.

Das junge Bartgeiermännchen Ikarus zog seit letztem Juli in der Innerschweiz seine Kreise. Offenbar haben dem Aasfresser, der durch eine Spannweite von nahezu drei Meter beindruckt, die Lebensbedingungen in der Grenzregion der Kantone Uri, Schwyz und Glarus zugesagt, wie es weiter heisst.

Zuversicht durch neue Auswilderungen
Trotz der betrüblichen Nachricht ist die Stiftung Pro Bartgeier zuversichtlich, dass Bartgeier bald wieder vermehrt in der Innerschweiz beobachtet werden können. Ab nächstem Jahr fördert sie nämlich die flächige Besiedlung des Alpenraums durch Bartgeierauswilderungen in den Schweizer Nordalpen.

Anfang November war festgestellt worden, dass Ikarus gesundheitlich angeschlagen ist. Der örtlichen Wildhut gelang es, den entkräfteten Bartgeier zu behändigen und ihn in den Natur- und Tierpark Goldau zu überführen, wo er schliesslich starb.

scd