BARTLIUMZUG BRUNNEN: «Hopp de Bäse» bis hin zu «Hosä abe»

Brunnen war gestern am Schmutzigen Donnerstag einmal mehr im Fasnachtsfieber. Höhepunkt des Tages war der Fasnachtsumzug am Nachmittag.

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Kampf um den Cervelat beim Bartliumzug in Brunnen. (Bild Laura Vercellone/Neue SZ)

Kampf um den Cervelat beim Bartliumzug in Brunnen. (Bild Laura Vercellone/Neue SZ)

Brunnen war am Schmutzigen Donnerstag einmal mehr im Fasnachtsfieber. Höhepunkt des Tages war der Fasnachtsumzug am Nachmittag. Bereits um 13.30 Uhr waren die Zuschauer voller Vorfreude auf der Suche nach einem geeigneten Plätzchen mit bester Sicht auf die Umzugswagen. Der Bartliumzug versprach mit 47 Nummern auch heuer wieder eine beeindruckende Zuschauerschar anzuziehen. Und tatsächlich. Um 14 Uhr gings mit einem Knall los. Inzwischen musste man regelrecht um einen guten Platz kämpfen, um die Gaben nicht zu verpassen, die verteilt wurden.

Bartlimutters Leidenschaft
Am Anfang des Umzugs war traditionsgemäss der Bartlivater mit seiner Familie in insgesamt drei Pferdekutschen anzutreffen. Mit Kisten voller Orangen bepackt, bahnte sich die Kutschenschar den Weg durchs Dorf. In der vierten Kutsche fuhren Bewohner der BSZ-Stiftung Seewen mit und freuten sich sichtlich über die Fahrt. Auch das Bartlipaar Heidy und Beat Schlüssel genossen es, am Umzug teilzunehmen. Bartlimutter Heidy meinte sogar, dass der Tag gar nicht mehr besser werden könne. Es kam noch besser: Das Bartliehepaar durfte am Schluss selbst noch den Umzug anschauen.

47 Gruppen aus verschiedensten Bereichen haben dieses Jahr wieder lustige und ideenreiche Sujets vorbereitet. Dabei konnten die Zuschauer so einiges über das Bartliehepaar in Erfahrung bringen. Beispielsweise, dass Bartlivater Beat Schlüssel ein begeisterter Velofahrer war, nun aber seine Karriere beendet hat. «Jetzt fahren andere» sagte sich der Velo-Moto-Club und zeigte es auf vielfältige Weise vor. Auch Bartlimutter Heidys Leidenschaft ist nun kein Geheimnis mehr: «Hosä abe» – natürlich nur beim Jassen.

Schweizer Fernsehen
Das diesjährige Fasnachtsmotto «Brunnen FasnachTV» wurde von einigen Gruppen aufgenommen. «Wir suchen ledige Frauen», ertönte es vom Wagen «Bauer, ledig, sucht!». Ob sie fündig wurden, ist ungewiss. Auch Kurt Zurfluh genoss ein Heimspiel: Die fasnächtliche Sendung «Hopp de Bäse» zeigte gestern Schweizer Stars mit Rang und Namen: Bligg, Maya Brunner und auch Polo Hofer bewiesen ihr Gesangstalent.

Irene Infanger